312 Rap. 18. Von Gerhard Zonthorſt, und 16. andern Kuͤnſtlern.
darunter gehoͤren vornaͤmlich van Dyck und Sneyders. Er ſtarb 1632. und hinterließeinen Sohn Johann, der bey dem Vater lernte, und in deſſen Fußſtapfen 1Er malte aber nicht ſo wohl groſſe, als kleine hiſtoriſche Gemaͤlde, die viel ähnlichmit des Vaters Manier hatten. Dieſe behielte er auch beſtaͤndig bey, ob ihm 9die Reiſe nach Italien Gelegenheit verſchafte, viele andre Manieren der gen.Meiſter zu ſehen, und darnach zu ſtudiren. Man unterſcheidet ſeine Stuͤcke kauvon des Vater ſeinen. Sein Hauptverdienſt iſt das Kolorit, denn in der Jeichnatfehlt er oft. In den Koͤpfen herrſcht etwas von des Albani Geſchmack. Das Jaſeines Todes iſt unbekannt.
160. Heinrich van der Borcht.
Heinrich van der Borcht, war im Jahr 1583. zu Bruͤſſel gebohren, und kam 1ſeinem Vater wegen der damaligen Kriegsunruhen in der zarten Jugend nach Fran 0furt. Bey erwachſenen Jahren ſchickte der Vater den Sohn, der eine groſſe Neigenzum Zeichnen ſpuͤren ließ, zu dem Maler Egidius Valkenburg, bey dem er in 1 9Zeit ungemein zunahm, und darauf nach Italien gieng. Während des Aufenchalen,in Rom ward er ein guter Maler, inſonderheit aber ein groſſer Kenner von Alter. 70mern und Münzen. Nach der Zuruͤckkunft in Teutſchland wohnte er einige ZelteFrankenthal, und ließ ſich 1627. zu Frankfurt nieder, wo er auch geſtorben. derengliſche Graf Arundel und andre Gelehrte, ſchaͤtzten ihn wegen ſeiner Kennkni 110alten Muͤnzen beſonders hoch. Van der Borcht hatte zween Soͤhne, HeinrichPeter, welche ſich beyde der Kunſt widmeten.
Den aͤlteſten, Heinrich, nahm obgedachter Graf Arundel mit ſich nach Wuund ließ ihn auf ſeine Koſten nach Italien reiſen. Nachdem er ſich dort beſonders 1Alterthuͤmer gelegt hatte, folgte er dem Grafen nach England, und hatte bis an 5 5Tod die Aufſicht uͤber ſeine beruͤhmte Antiquitaͤtenſammlung. Er trat nachge kin koͤnigliche Dienſte, und ſtarb in England. i
Der juͤngſte Sohn, Peter van der Borcht, welcher 1625. gebohren war/ lenſich Anfangs auf die Geſchichtmalerey: als er aber ſahe, daß er kein ſonderliches ten.lent dazu hatte, wandte er ſich mit ungemein gluͤcklichem Erfolge zu den LandſchafDieſe erhielten bey Kennern vielen Beyfall, und wurden ſtark geſucht.
161. Jacob Backer.
Jacob Backer wurde zu Harlingen im Jahr 160g. oder 1609. gebohren/ 1legte ſich meiſtens aufs Bildnißmalen. Er arbeitete mit einer erſtaunlichen Leichlahkeit, und brachte oft ein Portraͤt in einem Tage zu Stande, das gleichwohl aͤhnliund ſchoͤn gemalt war. Man ſieht auch hiſtoriſche Bilder von ihm, unter andern deherrliches juͤngſtes Gericht bey den Karmelitern zu Antwerpen. Sie waren bladegut gezeichnet, und kolorirt. Man hielte ihn zu damaliger Zeit fuͤr den ſtaͤrkſten A Holmienzeichner, zumal in weiblichen Koͤrpern. Seine Zeichnungen gelten daher, in 640.land viel Geld. Backer wohnte beſtäͤndig zu Amſterdam, und ſtarb auch daſelbſt!nicht wie de Bie irrig ſagt 1638.
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Man muß dieſen Kuͤnſtler nicht mit einem andern Jacob Backer verwacheg,der auch bey einigen Palermo, und Fornaro heiſt, Geſchichte und Fabeln gare)einer der beſten Koloriſten der niederlaͤndiſchen Schule war, und 1560. im 30. 3zu fruͤhzeitig, und zum groͤſten Leidweſen aller Kenner ſtarb.