Kap. 19. Zeinrich Soudt, und 29. andere Kuͤnſtler. 313
162. Paul Moreels. 3
g Paul Moreels wurde im Jahr 1571. zu Utrecht gebohren, und in MichaelJanſen Mirevelts Schule ein groſſer Bildnißmaler. Er that eine Reiſe nach Rom,0 ſich dort auf die Geſchichtmalerey zu legen; zeigte ſich auch bey der Zuruͤck-ft nicht ungeſchickt in dieſem Fache: allein zuletzt blieb er blos bey den Bildnißen,heils weil ſein Hang ihn hauptſächlich dazu trieb, theils weil er ſahe, daß dadurch80 geſchwindeſten das meiſte Geld zu verdienen war. Man hat eine ſehr groſſe Anzahlf ortraͤts von ſeiner Hand, die ſich dem Geſchmack des Mirevelts naͤhern. Moreels0 zugleich ein geſchickter Baumeiſter, wie das von ihm angegebene St. Cathari-enthor zu Utrecht beweiſet. Er ſtarb 1638. als Burgermeiſter dieſer Stadt.
163. Henrich Terbruggen.
108.„Henrich Terbruggen(den de Bie faͤlſchlich Verbruggen nennet) warbog. in Siebenbuͤrgen gebohren, kam aber mit ſeinem Vater, wegen der daſigenunt uhen jung nach Utrecht. Er bildete ſich unter Abraham Bloemarts Anführung,e hbielte ſich zehen Jahr in Rom auf, wo er wegen ſeiner hiſtoriſchen Stuͤcke inhose Achtung ſtund, und fur viele Kirchen arbeitete. Seine ZuſammenſetzungenHaren vortreflich, mit einer dreiſten Hand, und in groſſem Geſchmack ausgefuhrt.ein den Kirchen von Flandern trift man einige Beweiſe ſeiner Kunſt an. Als Rubens5 baar von ſeinen Gemälden mit Figuren in Lebensgröſſe zu Geſichte bekam, faͤlltete das Urtheil, daß er einen Platz unter den vornehmſten niederländiſchen Malernene. Wie wichtig iſt nicht der Beyfall eines Meiſters wie Rubens.
97 Terbruggen ſtarb ohngefehr im 42. Jahre 1629. Andere ſetzen ſeinen Todſcins Jahr 1640.
Das 19. Kapitel.Henrich Goudt, und neun und zwanzig andre Kuͤnſtler.
164. Henrich Goudt.
Oemch Goudt ſtammt aus einer angeſehenen und beguͤterten Familie zu Utrecht.. Jann er gebohren worden, iſt eben ſo ungewiß, als das Jahr ſeines Todes.keuſeatte ein beſonderes Talent zur Zeichenkunſt, darinn ihm faſt keiner in ſeiner 1775ſen At gleich kam, und legte ſich zugleich aufs Kupferſtechen. Die Neigung zu die-u Künſten trieb ihn nach Rom, wo er ſich einige Jahre aufhielte, und theils imWaden in der Akademie uͤbte, theils die Zeit bey dem in groſſem Anſehen ſtehendenThann Elzheimer zubrachte. Er verliebte ſich ganz in dieſes Meiſters Manier, kaufte. erſchiedne Stucke ab, und ſtund ihm, weil er ſich in bedraͤngten Umſtaͤnden be-and, auf das freundſchaftlichſte mit Gelde bey.
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Nach der Zuruͤckkunft ſetzte Goudt das ſtudiren nach ſeines Freundes Manierringe und ahmte ſie in den geſtochenen Blattern glücklich nach. Keiner kommt ihm da-ner e gleich. Er hat ſieben Stuͤcke nach Elzheimern herausgegeben, die von allen Ken-werden vegen der darinne beobachteten Haltung, ſehr geſchätzt, und begierig aufgeſuchtWi Vollſtaͤndig ſind ſie eine Zierde und Seltenheit der Kupferſammlungen.ir wollen ſie den Liebhabern zur Nachricht anzeigen.
1) Der Tobias in einer Landſchaft. Ein kleines Stuͤck.2) Eben deſer Tobias, aber gebs, in einer ſchoͤnen Landſchaft, bey der Mor-genroͤthe..iu. Sauptth. VII. Band. Rr 3 Eine