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Siebender Band.
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316
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316 Kap. 19. Henrich Goudt,

Hand. Ein Gemälde, welches den Elias auf einem feurigen Wagen vorſtellt undin Kupfer geſtochen iſt, wird ſehr geruͤhmt. Sein Bildniß zeigt die Platte H. H.

173. Sebaſtian Stoskopf.

i Sebaſtian Stoskopf war eines schlechten Malers Sohn aus Strasburg derihn zu Daniel Soriau nach Hanau in die Schule ſchickte, bey dem er es in kurzerZeit ſo weit brachte, daß er nach deſſen Tode die unvollendeten Stuͤcke ausmalte, undein guter Zeichner ward. Er that darauf eine Reiſe nach Frankreich, hinterließ da-ſelbſt verſchiedne Stücke, und gieng 1629. nach Italien, um ſich in ſeiner Kunſt meund mehr zu uͤben. Als er dieſen Zweck erreicht hatte, kehrte er uͤber Frankreich wiedenach Strasburg. Stoskopfs Arbeiten beſtunden in ſtillſtehenden lebloſen Sachen/Tafeln mit Confekt, Pokalen, Glaͤſern, Vaſen von Gold und Silber, undweiter, welche er ſehr fleißig und der Natur gemaͤß malte. Im Jahr 1651. lieferteer fuͤr Kaiſer Ferdinand III. zwey Stuͤcke, das eine ſtellte einen Korb mit allerlehTrinkgeſchirr, und das andre einen auf eine Tafel geklebten Kupferſtich von eineSatyr und einer Nymphe vor. Letzteres war ſo natuͤrlich gemalt, daß der Kayſerden Kupferſtich von der Tafel wegnehmen wollte.

174. Walther der aͤltere.

Walther der Vater, oder der altere, war ein kuͤnſtlicher Miniaturmaler 5Strasburg, der wegen ſeiner guten Arbeit von vielen Vornehmen damaliger Zeitbraucht wurde. Weiter iſt nichts von ihm bekannt.

175. Walther der juͤngere.

Walther der juͤngere, des vorigen Sohn, trat in des Vaters Fußſtapfen, 1ward ein guter Meiſter in Miniatur, der inſonderheit ſehr aͤhnliche Bildniſſe verfe,tigte, und wegen ſeiner Verdienſte an den Churpfalziſchen Hof berufen ward, woſich viele Jahre aufhielte.

176. Johann Aſſelyn, Krabetje.

Johann Aſſelyn wurde 1610. zu Amſterdam gebohren, und in der Folge 15ter dem Nahmen Krabetje bekannt. Die Schilderbent legte ihm dieſen Nahmen egen ſeiner krummen Finger bey; denn Krabetje heiſt in hollaͤndiſcher Sprache ein Szkrebs mit langen krummen Scheeren. Aſſelyn legte ſich Anfangs nach ſeines Lehne itEſaias von dem Velde Beyſpiel, auf das Schlachten malen, und machte inſonderhevortrefliche Pferde. Nachgehends aber verfertigte er auch vortrefliche Landſchaſbeedie er nach der Zuruͤckkunft von Rom mit Ruinen und antiken Gebaͤuden auszie, 7Er ſtudirte in dieſer Stadt ungemein fleißig nach der Natur, und zeichnete alles 10wuͤrdige das ihm vorkam, ſorgfaͤltigh ab. Dem ohngeachtet blieben viele Gemälde 15ſeiner Hand daſelbſt zuruͤck, weil er mit einem ſehr leichten und dreiſten Pinſel 00tete. Dieſe freye Manier iſt an Aſſelyn deſto mehr zu bewundern, da er wie gedglenwegen der krummen Finger, nicht ohne Beſchwerde die Palette und Pinſel ha onkonnte. Sandrart beſaß von ihm den Angriff der Salariſchen Bruͤcke zu RomKroaten, welcher ſehr gluͤcklich nach der Natur ausgefuͤhrt war.

Aſſelyn ſtiftete eine genaue Freundſchaft mit Peter von Laar, und ahmt 5

ſen Manier, wie er wieder nach Holland kam, fleißig nach. Auf der Rückrelhielke er ſich einige Jeit zu Won auf, und 3 dase eines KaulTochter aus Antwerpen. Man nahm ſeine Werke in Holland mit Begier e 6 erWenn Aſſelyn ſonſt keine Verdienſte haͤtte, ſo waͤre es ſchon Ruhms genug, daden Geſchmack der niederlaͤndiſchen Landſchafter gebeſſert, und ſie ewoger en