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Siebender Band.
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320 Kap. 19. Zenrich Goudt,

Peter von Harlem,(als der Ort ſeines Auffenthalts) geleſen werden muß. Viſchelund Stopendael haben ſchoͤne Blaͤtter nach ihm geliefert, darunter das Blatt mndem Piſtolenſchuß(le coup de piſtolet genannt), vornaͤmlich zu merken iſt. SeinBildniß ſteht auf der Platte J..

185. Joh ann und Andreas Both.

Die beyden Bruͤder, Johann und Andreas Both waren aus Utrecht gebuͤrtiglernten das Zeichnen bey ihrem Vater, einem Glasmaler, und giengen darauf in Abra;ham Bloemarts Schule, bey dem ſie es in einiger Zeit dahm brachten, daß ſie mit Nu,tzen fremde Laͤnder beſuchen konnten. Sie kamen gluͤcklich in Italien an. So einig dieſeBruder ſonſt in allen Stuͤcken waren, indem ſie ſich nie, weder bey der Arbeit noch benden Erholungen trennten, und beſtaͤndig bey einander wohnten: ſo waͤhlte ſich doch jedenein beſondres Muſter zur Nachahmung. Dem Johann Both gefiel die ſchoͤne Maniein des Claude Lorrain Landſchaften, und Andreas fand mehr Vergnuͤgen in den J.guren und Bambochaden des Peter von Laar. Johann kam dem Claude ſehr naheja ſeine Stuͤcke gefielen faſt mehr als die von dem beruͤhmten Claude, zumal wenn Aldreas die Figuren hinein malte, weil jener in Figuren nicht gluͤcklich war.

Platte1. I.

Des Andreas kleine Figuren waren mit vielem Feuer, und mit einem ſo feinen Pin-ſel, als die von de Laar gearbeitet. Er ſtaffirte alle Landſchaften ſeines Bruders datmit aus. Ihre Farben ſtimmten ſo vortreflich miteinander uͤberein, daß alles mit eintHand gemalt zu ſeyn ſchien. Man warf dem Johann vor, daß ſeine Landſchaften/ be-ſonders die Baͤume, zu ſehr ins gelbe fielen. Auf die Art haben beyde Bruͤder!Geſellſchaft eine ungemein groſſe Anzahl Bilder geliefert, weil ſie mit einer leichtenund hurtigen Hand arbeiteten. Ein anſehnlicher Theil derſelben iſt in Italien ge lieben, daher man in den hollaͤndiſchen Kabinetten deren nicht viel antrift.

Nachdem ſie auf die Art einige Jahre in Rom gelebt hatten, waren ſie auf die Rückreiſe bedacht. Sie kamen in Venedig an, wohin ihr Ruf vorausgegangen war. 77wurden hier begierig aufgenommen, und mit Arbeiten uͤberhaͤuft. Allein das Schice,ſal hatte beſchloſſen ihre Einigkeit zu zerſtoͤren, und ſie voneinander zu trennen. Aldreas gieng des Abends einmal aus einer Geſellſchaft allein nach Hauſe, und fiel uverſehens von einer Bruͤcke in den Kanal, und ertrank. Dies geſchah im Jahr! 17Venedig war nunmehr dem andern Bruder zuwider, er eilte nach Holland; 0ſich zu Utrecht nieder, und fieng an mit groſſem Beyfall zu arbeiten. Es war a tvon keiner Dauer. Der Himmel erhoͤrte ſeine Wuͤnſche, den beſten Freund nilange zu uͤberleben, und nahm ihn noch in eben dem Jahre, da er kaum 40. Jaht 5war, weg. An Henrich Verſchuring hat Johann Both einen guten Schuler gebildeeDie wenigen von Johann radirten Landſchaften werden von den Kennern ſehr 5geſchaͤtzt. Die Kupfertafel J. I. zeigt ſein Bildniß.

186. Thomas Willebort. N

Thomas Willebort, genannt Boſchaert, erblickte die Welt 1613. zu Baiop Zoom, und zeigte vom zwolften Jahre an ein herrliches Talent zur Malerey⸗ chches ſich gar bald entwickelte, als er in Gerhard Segers Schule kam. Er gieng 1Italien„und ward durch fleiſſiges ſtudiren nach den beſten Meiſtern ein vortreſlchgKuͤnſtler. Seine Zeichnung iſt ziemlich richtig, die Zuſammenſetzung edel un 0 iuͤberlegt. Mit einem weichen und fetten Pinſel weiß er den Koͤpfen angenehme Nnen zu geben.

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