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und neun und zwanzig andre Ruͤnſtler. 321

Nach vollendeten Reiſen beſuchte Willebort verſchiedne Hoͤfe, fand allenthalbendielen Beyfall, und ward mit Geſchenken belohnet. Dadurch erwarb er ſich vielermoͤgen, und ließ ſich mit ſelbigem zu Antwerpen nieder. Hier ſetzte er ſeine Be-haͤftigungen mit gleichem Eifer fort, und bereicherte die Kirchen mit Meiſterſtuͤckenmes Pinſels. Willebort machte meiſtens hiſtoriſche Gemaͤlde, doch hat man auchene Portraͤts von ihm. In allen ſeinen Koͤpfen, ſie mogen nach dem Leben oderder Idee gemalt ſeyn, findet ſich viel von der in Bildniſſen vortreflichen Manierft. dan Dyck. Die Malerakademie wehlte ihn im Jahr 1649. zum Vorſteher. EsKualerdings als ein anſehnlicher Verluſt fuͤr die Kunſt anzuſehen, daß der Tod dieſenunſtler in der beſten Zeit, namlich 1656. im 43. Jahre hingeraft hat.

187. Daniel Segers.

8 Daniel Segers, der im Jahr 1500. zu Antwerpen gebohren, und ein

müder des oben Nummer 141. beſchriebenen Gerhard Segers war; legte ſich An-angs in Johann Breugels Schule auf das Hiſtorienmalen, wehlte aber nachgehendsdiet, Blumenmalen mit ſo gluͤcklichem Erfolg/ daß er unter die vornehmſten Kuͤnſtler6E er Gattung gezehlt zu werden verdient. Er hatte von Jugend auf einen Hang zurIinſamkeit, und vermied alles Geraͤuſche der Welt. In dieſer Abſicht wehlte er den8 literorden, ließ ſich aber doch nicht ordentlich einkleiden, ſondern blieb nur ein

her leiſtete jedoch den Kirchen ſeines Ordens einen groſſen Nutzen, indem er ſie mit

weis gun von ſeiner Hand auszierte, wovon die Jeſuiterkirche zu Bruͤſſel einen Be-giebt.

beſf Segers that eine Reiſe nach Italien, wo er ſich mer und mehr auf die Ver-te erung ſeiner Manier befliß, und die Natur in den Inſekten, Blumen, und Kraͤu-en fleißig ſtudirte. Nach der Zuruͤckkunft bemerkte man einen groſſen Unterſchied in

emaͤlden, aber zu ſeinem Bortheil. Seine Arbeiten wurden haͤufig geſucht/ allein

9 in er gleich kein Geld verlangte, ſondern ſich nur ein Geſchenk zum Beſten ſeines8 5 ers ausbat, ſo machte dies ſolche doch ſo theuer, daß keine Privatperſonen imVeunde waren ihrer habhaft zu werden. Die vornehmſten Hofe ſtritten um die Wette,ine etwas von ihm erhalten konnte. Der Kaiſer, der Koͤnig von Spanien bewarben ſich90 derheit darum. Ein paar ſeiner ſchoͤnſten Stücke erhielten der Prinz und dieSunzeßin von Oranien, wofür ſie ſich dem Kloſter auſſerordentlich ſreygebig erwieſen.0 5 prangte die Jeſuiterkirche in Antwerpen mit den ſchoͤnſten Gemälden von Se-r Pinſel, allein ſie ſind in dem unglücklichen Brande, nebſt einem Schatze von an-kr u Kunſtwerken, zu Grunde gegangen. Das ſchoͤnſte darunter war ein Vlumen-ion worinn Rubens den heiligen Ignatius gemalt hatte. Man bewunderte darinndegterbel die Roſen und Lilien, als worauf Segers vorzuͤglich Fleiß zu wenden

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Segers ſtarb 1650. im 70. Jahre. Von ſeinen Schuͤlern ſind keine bekannt,ge auch vermuthlich wegen ſeiner Liebe zur Einſamkeit nie Luſt bezeugt, wel-u ziehen.

188. Johann David de Heem.

ten Johann David de Heem wurde zu ttrecht 1604. von angeſehenen Elkern geboh-r blieb bey ſeines Vatters Gattung von Malerey, namlich Vaſen mit Blu-

tur. Früchte, Teppiche und muſtkaliſche Inſtrumente, und ahmte darinn der Na-ter it einer bewundernswuͤrdigen Aehnlichkeit nach. Der Sohn uͤbertraf den Va-m eit, hat ſich aber, weil er fruͤhzeitig in den Eheſtand trat, nie in fremden Laͤn-Sauptth. VII. Band. Ss dern

PlatteJ. I.