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Siebender Band.
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32² Kap. 19. Zenrich Goudt,

dern umgeſehen ſondern ruhig und von jedermann geehrt zu Utrecht bis 1671. gelebt,da ihn die Kriegsunruhen vertrieben, und eine ſichere Zuflucht in Antwerpen zu ſuchelnoͤthigten, wo er auch nicht lange darauf im Jahr 1674. ſein Leben beſchloß.

Die Liebhaber bemühten ſich um die Wette etwas von de Heems Hand zubeſitzen, und bezahlten ihm ſeine Arbeit auſſerordentlich theuer. Sie ſtieg zuletzt;ſolchen Preiſen, daß beynahe nur Fürſten ſie zu bezahlen im Stande waren. Unterdieſen Umſtaͤnden konnte es nicht fehlen, der Kuͤnſtler muſte ein anſehnliches Vermögenerwerben, welches er theils um gut davon zu leben, theils zur Erziehung der Kinderanwandte. Seine liebenswuͤrdige Frau gebar ihm ſechs, welche er vor ſeinem imJahre erfolgtem Ende alle verſorgt ſahe. Die beyden Soͤhne, davon einer Cornelius(ſiehe unten Nummer 218.) heißt, des andern Nahme aber unbekannt ist ratenzwar in des Vaters Fußſtapfen, und malten mit vieler Geſchicklichkeit Blumen, lolwohl ſie deſſen Pinſel nicht erreichten. Des Johann David de Heem Wei e ſindmit erſtaunendem Fleiſſe ausgefuͤhrt. Die Inſekten glaubt man wuͤrklich auf 1Blumen kriechen zu ſehen. Die Blumen ſind mit den reizendſten Farben, als ennſte friſch gepflückt waͤren, abgebildet. Dies herrliche Kolorit verband er mit eintkleichten Behandlung. Auſſer den gedachten zween Soͤhnen hat er auch Henrich Schobund Abraham Mignon zu Schuͤlern gehabt.

189. Juſtus Sutermann.Juſtus Sutermann, ein gebohrner Antwerper, legte ſich aufs Bildnißmalellund brachte es ſo weit darinn, daß er auf der Reiſe nach Italien zu Florenz /,dem Großherzoge ſehr gnaͤdig aufgenommen wurde. Er muſte die ganze grohezogliche Familie abſchildern. Die Hofleute beneideten ihn, daß er in ſolcher O. zubey ihren Herrn ſtand 3 Er wuſte ſie aber durch ſeine hoͤfliche Begegnung wieder 5gewinnen. Man ruͤhmt auch ſeine hiſtoriſchen Gemaͤlde in Anſehung der Zeichnung 5des Kolorits. Er iſt vermuthlich in Italien geſtorben, wo ſeine meiſten Arbeiten geblieben, und auſſerhalb nicht ſehr bekannt geworden.

ä 190. Sutermann in Wien. 0

Ein andrer Sutermann, des vorigen Bruder, lebte zu Sandrarts Zeig 5

Wien, und malte Bildniſſe für den Kaiserlichen Hof. Der dritte Bruder war ebedaſelbſt ein vortreflicher Virtuoſe.

191. Johann Livens..

Johann Livens gehoͤrt unter die Kuͤnſtler, die ſich ſehr beruͤhmt gemacht haben/ 1ne nach Italien zu reiſen. Er iſt wenig aus Leyden, wo er 1607. gebohren ward/kommen. Bey der geaͤuſerten Neigung zur Kunſt ſchickte der Vater ihn Anfangage,Georg van Schooten, um das Zeichnen zu lernen, und darauf in die Schule de 10ter Laſtmann zu Amſterdam. Er brachte es unter deſſen Anführung in kurzer 519ſehr weit. Seine Bildniſſe werden geſchaͤtzt, inſonderheit aber die hiſtoriſchen mConverſationsſtücke. Im 20. Jahre malte er einen Schulknaben, welcher mit enBuche vor dem Feuer ſtand, und durch den engliſchen Geſandten an den König ka 31Dieſer erſtaunte uͤber die Schoͤnheit der Arbeit, und wuͤnſchte den Kuͤnſtler ſelbſt achſehen. Als dies dem Livens hinterbracht ward, machte er ſich auf den eg 17 5London; Man empfieng ihn ſehr gnädig, und er muſte, da er kaum 24. Jahr alt wden Koͤnig, die Koͤnigin, und die vornehmſten des Hofes abſchildern. a

Nach einem drenjaͤhrigen Aufenthalte in London gieng er nach Antwerbel, 1ſtNan ite