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und neun und dreißig andern Kuͤnſtlern. 327
kauft wurden, dem ohngeachtet ſtarb er in armſeeligen Umſtaͤnden, weil er ein
echter Wirth war. Man bemerkt in dieſes Kuͤnſtlers Landſchaften eine gute Be—
handlung, undeinen feinen Pinſel. Die Landſchaften ſind wohl angeordnet und ko-
feet. Van Artois war ein genauer Freund von Teniers, daher hat dieſer viele voninen Landſchaften ausſtaffirt.
204. Peter von Lint.* Peter von Lint wurde zu Antwerpen im Jahr 1609. gebohren, lernte bey ei-955 unbekannten Meiſter, und gieng fruͤhzeitig nach Rom, wo er mit größtem Fleiſſe5 ſchiedne der merkwuͤrdigſten Gemälde kopirte. Anfangs zeigte er ſich in Bildnis-ſie ergrif aber darauf die Geſchichtmalerey mit dem gluͤcklichſten Erfolg. f Manht ſehr wichtige oͤffentliche Werke von ſeiner Hand in Rom, unter andern die ganzenor elle des heiligen Kreuzes, in der Kirche der Madonna del popolo. Von Lit ge-ß ſieben Jahre lang einen Gehalt von dem Kardinal Gevaſi.
1 Nach einer zehnjaͤhrigen Abweſenheit langte er wieder in ſeiner Vaterſtadt an,d ſetzte ſich durch groſſe und kleine hiſtoriſche Gemaͤlde in Anſehen. Seine Zeich-ug war richtig, und das Kolorit und die ganze Anordnung ohne Tadel. Er malteit Oel⸗ und Waſſerfarben, groß und klein, wie man es verlangte. Der Koͤnig inannemark, Chriſtian IV, ließ vieles durch ihn verfertigen, und einen groſſen Theil90 em, was er nach und nach ausarbeitete, aufkaufen. Von Lint war arbeitſam,aid erwarb dadurch ein ſchones Vermögen, wovon er im Alter bequem lebte. DasJahr ſeines Todes iſt ungewiß.
205. David Ryckaert.unge, Es giebt zwey Maler, David Ryckaert, Vater und Sohn, die beyde nichtgeſchickt waren. Man kann nicht eigentlich wiſſen, welcher hier gemeint wird.leer Sohn iſt der bekannteſte, 1615. zu Antwerpen gebohren, und des Vaters Schü-1 Er malte Anfangs Landſchaften mit vielem Beyfall. Als er aber merkte, wieel des Teniers, Brouwers, und Oſtade Arbeiten waren, fieng er an Toback-viellachaften Bauernluſtbarkeiten, nach dem Beyſpiel dieſer Meiſter zu malen, dieele Kaͤufer fanden. Seine Gemaͤlde ſind mit einem leichten und warmen Pinſel ge-ſto Er macht gute Koͤpfe, vernachlaͤſſigt aber die Haͤnde; hingegen ſpuͤrt man de-d mehr Fleiß in den Gewaͤndern. Im Jahr 165 1. ernannte man ihn zum Vorſtehernantwerper Malergeſellſchaft. Im 50. Jahr fiel er auf den wunderlichen Geſchmack4 angenehme Gegenſtaͤnde zu malen, und verfertigte viele Verſuchungen des heiligenutonius mit ſcheußlichen Ungeheuern. Wie hoch er ſein Alter gebracht hat, kannan nicht mit Gewißheit beſtimmen.
206. Hermann Swanefelt.
ge Hermann Swanefelt, den man auch den italieniſchen Hermann, wegen des lan—00 Auffenthalts in Italien nennt, oder auch den Eremiten, weil er oft an einſamengeh ern, und in den Ruinen herum gieng, um zu zeichnen, war um das Jahr 1620.F ohren, und lernte Anfangs bey Gerhard Douw. Die Luſt/ ſich in Italien voll-mmen zu machen, trieb ihn fruͤhzeitig dahin, und er begab ſich 1640. in des Clau-Eiferkrain Schule. Unter dieſem groſſen Meiſter bildete er ſich in kurzer Zeit. Seinfer zur Kunſt erlaubte ihm nicht an den Ergoͤtzlichkeiten ſeiner Mitſchuͤler Theil zuSamen, er fand ſein einziges Vergnügen im Zeichnen und ſtudiren nach der Natur.n wanefelts Spatziergaͤnge waren allemal an Orte, wo er etwas merkwuͤrdiges zeich-Autonnte, entweder bey den Monumenten der Roͤmer, oder bey ihren Graͤbern und
men, oder wo ihn ſonſt niemand ſtörte. Daher trift man auch in allen l