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Siebender Band.
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328 Kap. 20. Von Johann Lys,

ſchaften ſo eine bewundernswuͤrdige Warheiti, n den Lagen, in der Luft, und im Baͤum-ſchlage an. Seine Manier iſt angenehm, und verraͤth eine Hand, die in den Regeln,und in der Ausübung erfahren war. Das Kolorit iſt leicht und friſch, wenn gleinicht ſo kraͤftig. Er arbeitet mit eben dem feinen Pinſel, und der ſchoͤnen Behandelung, wie ſein Meiſter, und uͤbertrift ihn in den Figuren ſehr weit. Swanefelt vernachlaͤſſigte die Uebung nach dem Leben in der Akademie nicht, dahingegen bekannt iſtdaß Claude Lorrain in den Figuren gar nicht gluͤcklich war.

So viele dortrefliche Eigenſchaften muſten dieſen Kuͤnſtler nothwendig beruͤhmtmachen. Man ſuchte ſeine Werke begierig auf, und ſein Ruf, der ſich auch auſſerhaItalien ausbreitete, zog eine Menge von Beſtellungen nach ſich. Der Lehrmelſ,wurde daruber etwas eiferſüͤchtig, doch blieben ſie Lebenslang gute Freunde, und gien-gen in Geſellſchaft aufs Land, nach der Natur zu zeichnen.

Wenn gleich einige glauben, Swanefelt habe ums Jahr 1645. eine Reiſe nachParis gethan, ſo laßt ſich die Sache doch nicht beweiſen. Es iſt viel warſcheinlichetdaß er Rom bey ſeiner Liebe zur Stille und Einſamkeit nie verlaſſen, und ſein Leben daſelbſt beſchloſſen habe, ob man das Jahr gleich nicht angeben kann. Swanefelts Gſind auſſerhalb Italien in den Sammlungen nicht haͤufig, und es ſcheint, daßKünctler uͤberhaupt keine groſſe Anzahl von Stuͤcken hinterlaſſen habe. Er aͤtztſterhaft in Kupfer, daher ſeine Landſchaften, die ohngefehr achtzig Stuͤck ausmavon den Kupferſammlern begierig geſucht werden.

207. Geldorp.

e mei-chen,

Geldorp, ein Bildnißmaler in London, der ſehr aͤhnliche Portraͤts berfertigtt,Man erzaͤhlt von ihm, daß er wegen ſeiner Ungeſchicklichkeit im Zeichnen ein Due.von einem andern Meiſter gezeichnete Koͤpfe gehabt, deren Umriſſe mit Nadeln dure,ſtochen geweſen. Von dieſen habe er denjenigen genommen, welcher mit dem 0 1

ſchildernden Original am meiſten uͤberein kam, den Umriß auf die Leinwand mitlen durchſtiebet, und nachgehends den Kopf ausgemalt. Er lebte davon, undArbeit wurde der Aehnlichkeit halben geſucht.

208. Olivier. 5Olivier war ein beruͤhmter Miniaturmaler in England, welcher fuͤr den KüntJacob und Carl I. vortreſliche Arbeit verfertigt, und ſowohl Porträts⸗ al 10riſche Stuͤcke auf Pergament geliefert hat. Seine Werke ſind in England gebliebe.und ſonſt iſt nichts von ihm bekannt.

209. N. Ceuper. 3N. Ceuper trat in ſeines Lehrmeiſters, des jetzt erwehnten Olivier Jußſtapfeſund verfertigte viele Bildniſſe in England, desgleichen auch Hiſtorien. Er 1London, gieng uͤber Amſterdam, wo er den Sandrart beſuchte, und folgte dem Nder Koͤnigin Ehriſtina nach Schweden; wo er auch vermuthlich geſtorben.

1 210. Ludwig Haͤring.Ludwig Häring war aus Prag gebürtig, und ſoll daſelbſt als Maler,als ein rechtſchafner Mann in gutem Anſehen geſtanden ſeyn. Weiter wnichts, man fuͤhrt ein langes jaͤmmerliches Klaglied, zum Beweiſe ſeiner Gkeit an, womit wir die Leſer lieber verſchonen wollen.

ſeine