und neun und dreißig andern Kuͤnſtlern. 329
21I. Johann von Bronkhorſt.Johann von Bronkhorſt zu Utrecht 1603. gebohren, ein Mitſchuͤler Sandrarts.1 lernte Anfangs das Glasmalen bey Johann Verburg, darauf bey Matthieu zukras, und endlich bey Chamus zu Paris. Er brachte es dadurch weit in ſeinerweisst wovon die Kirchenfenſter der ſogenannten neuen Kirche zu Amſterdam ein Be-eis ſind. Der Umgang mit Poelemburg, den er oftmalen ſahe, bewog ihn, ſich auf9 Oelmalerey zu legen; und als jener nach England gieng, bildete er ſich durch ſeinaanes Genie, und brachte es ſo weit, daß ſeine Gemälde ſehr geſucht wurden. Eri e auch in Kupfer. Das Jahr ſeines Todes iſt ungewiß. Man muß ihn mit einemndern Johann Bronkhorſt, der 1648. zu Leyden gebohren war, und Voͤgel mitDelſerfarben malte, nicht verwechſeln. Es giebt auch einen Peter Bronkhorſt zuelft 1588. gebohren, welcher Kirchen von auſſen und von innen in Perſpektiv malte.
212. Bartholomaͤus van der Helſt.
ſich„ Bartholomäus van der Helſt, war im Jahr 1713. zu Utrecht gebohren, legted auf das Bildnißmalen, und brachte es, nach Descamps Ausſpruch, darinne ſo weit,ſe ihn van Dyck nur in einigen Stücken uͤbertrift. Er hat niemals gereiſet, ſondern6 beſtaͤndig bis an ſeinen Todt zu Amſterdam aufgehalten, wo er eine ſchoͤne Fraudbeathete, und mit derſelben vergnügt lebte. Sie gebar ihm einen Sohn, der auchildnißmaler ward.
213. Peter Dankerts de Ny.
b Dankerts, mit dem Zunahmen de Ry, war im Jahr 1605. zu Amſterdam ge-0 hren legte ſich auf das Bildnißmalen, und brachte es dar inne ſo weit, daß er langeeh König Ladislaus IV. in Pohlen als Hofmaler in Dienſten ſtund. Um die Mitte6 ſiebenzehnten Jahrhunderts lebten verſchiedne bekannte Kupferſtecher aus dieſem
Hechte in Amſterdam und im Haag, naͤmlich Cornelius, Juſtus, und Henricus.
214. Nicolaus de Helt⸗Stokade.
bog, Nicolaus de Helt-Stokade, war im Jahr 1613. oder 1614. zu Nimwegen ge-aten, und lernte bey ſeinem Schwiegervater den altern David Rykaart. Er100 ke ſeine meiſte Lebenszeit in Rom und Venedig zu, daher ſeine Werke in Hol-N ſelten ſind. Das Jahr ſeines Todes iſt ungewiß. Er arbeitete auch einige Zeitf rankreich fuͤr den koͤniglichen Hof. Seine Gemaͤlde ſtellen Geſchichte vor, undnd mit guter Zeichnung und einem angenehmen Kolorit ausgefuͤhrt. Die Koͤnigin Chri-ſche von Schiweden, und der König von England, kauften ſeine meiſten Werke anSeine Bildniſſe wurden ebenfalls ſehr geſchaͤtzt.
215. Johann Baptiſta von Heil.
„Johann Baptiſta von Heil, des oben unter der Nummer 202. angefuhrtenDunes Bruder, wurde 1 Bruͤͤſſel gebohren. Der dritte Bruder hieß Leo,ter doidmete ſich gleichfalls der Malerkunſt, aber Johann Baptista war der bete un-me den dreyen„und hat ſich durch verſchiedne Altargemalde, und Bildniſſe den Nah-lebieines guten Kuͤnſtlers zuwege gebracht. Nach den de Bie lebte er noch im Jahr
216. Johann Philipp von Thielen.
Joha ili i err auf Kowenberg, wurde aus einem gutenadelichen Aut e 10 b und ſeinem Stande gemaͤß in der Jugendund en Wiſſenſchaften angefuͤhrt, aͤuſerte aber eine beſondre Neigung zum 0UI ar nicht eher ruhig, als bis man ihm erlaubte die Malerey zu lernen. Die El-JDauptth. VII. Band. Tt tern