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n Lucas Francois, lernte auch bey dem Vater, und ſtudirte nach Rubens, gets

330 Kap. 20. Von Johann Lys,

tern ſchickten den Sohn in die Schule des bereits angeführten Jeſuiten, Daniel Sesgers. Unter dieſes beruͤhmten Blumenmalers 1 1 5 brachte 8 von Thielen babſo weit, daß jener Urſache zur Eiferfucht gehabt hätte. Allein Segers dachte edlerer hoͤrte das Lob des Schuͤlers gerne, und ſetzte das Seinige hinzu. Sie bliebenbeſtaͤndig Freunde, und eiferten mit einander in die Wette.

Von Thielen hat nicht nur fuͤr Kirchen, ſondern auch fuͤr den König von Spa-nien, und andre Hofe gearbeitet. Er liebte die Kunſt dergeſtalt, daß er ſeinen Sohnund drey Toͤchter zur Malerey anfuͤhrte. Die Toͤchter haben viele Proben ihrer, Geeſchicklichkeit gegeben, der Sohn war hingegen nicht zur Malerey aufgelegt.. 5Thielen hat ſehr viel ähnliches in ſeiner Manier mit Segers, nur iſt ſein Kolorit vielleicht etwas weniger lebhaft. Er ſtarb 1667. im 49. Jahr.

217. Franz de Newe.

Franz de Newe ſtammte aus Antwerpen, und ſtudirte Anfangs nach den Wer,ken des Rubens und van Dyck, begab ſich aber datanf nach 1 ſich dasſelbſt den Raphael und die Antiken zum Muſter vor. Dadurch erwarb er ſich eine richtige Zeichnung, und verband ſolche mit einer guten Zuſammenſetzung, und dem in fSchüle Rubens erlangten friſchen Kolorit. Er nahm ſeinen Ruͤckweg durch Deutschland, und arbeitete eine Zeitlang an den Hoͤfen zu Muͤnchen und Salzburg. dder Zuruͤckkunft in Antwerpen zeigte er ſich bald als einen vorzuͤglichen Kuͤnſtler 1bekam ſo viel zu thun, daß er alle Beſtellungen zu liefern kaum im Stande ie3 e 8 Gemälde, doch findet man auch gute und ganach dem Leben gemalte Bildniſſe von ſeine i eArbeit iſt in Antwerpen geblieben. ſeiner Hand. Dos weiſe von des

i 218. Cornelius de Heem.

Cornelius de Heem, ein Sohn des beruͤhmten, und oben unter der Numm188. beſchriebenen Blumenmalers Johann David. Er lernte bey ſeinem Vaker 11malte in deſſen Geſchmack Blumentoͤpfe, Inſekten, Fruͤchte, Muſcheln und muſkanſche Inſtrumente, welche aber der Arbeit des Vaters nicht gleich zu ſchatzen ſind.fehlte ihm der ſchöͤne Pinſel deſſelben, wenn er ſich gleich die Natur genau nach 1men auſerſt beſtrebte. Daß ſeine Arbeiten geſucht wurden, davon giebt Sandkae,ein Beyſpiel, indem er ihm fuͤr ein Stuͤck das eine Tafel mit ſtilliegenden Sache 1. bot, es aber nicht erhielt. Sein Geburts und Todes jaht fm 0

219. Lucas Francois.

Lucas Francois erblickte die Welt im Jahr 1574. zu Mecheln. Er erwarbſich damals einen groſſen Nahmen in der Kunſt, und ae füt 190 franzoͤſiſchen uſpaniſchen Hof viele Gemaͤlde, die ihm reichlich bezahlt wurden. Seine Siezeigte ſich in Bildniſſen, beſonders aber in hiſtoriſchen Stuͤcken. Man findet in hKirchen ſeiner Vaterſtadt Beweiſe davon. Er hielt ſich eine Zeitlang zu Paris uMadrit auf, kam aber wieder nach Mecheln, wo er 1643. ſtarb, und zween Sohnnebst einem anſehnichen Vermögen hinterließ. Der eine, Peter Francois, geboren 5Jahr 1606. wurde ſeines Vaters Lehrling, und kam darauf auch in Gerhard Segers hn eEr verließ bey dieſem Meiſter die Malerey von groſſen hiſtoriſchen Stuͤcken, und lenſich auf ue een gemälde, welche Geſchichte mit vielem Geiſte vorstellen 15auf Bildniſſe, die er ſehr aͤhnlich malte. Peter Francois ſtarb 1654. b 1 15