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und neun und dreißig andern Kuͤnſtlern. 331

5 man aus ſeiner Manier erkennt. Man weiß von dieſem Kuͤnſtler weiter keineebensumſtände, als daß er hiſtoriſche Stuͤcke und Bildniſſe mit Beyfall gemalt hat.

220. Carl von Savoyen.

. Carl von Savoyen war zu Antwerpen 1619. gebohren. Man kann ſeinen Lehr-meiſter nicht angeben. Seine Arbeiten beſtehen meiſtens aus kleinen nackenden Figu-en, die er beſſer kolorirte, als zeichnete„und in ovidianiſchen Verwandlungen an-achte. Er fuͤhrte ſeine Gegenſtaͤnde mit einem fleißigen Pinſel aus. Man wirftihm aber mit Grunde vor, daß er die Beſcheidenheit oft beleidigt hat.

221. Peter von Bredael.

Peter von Bredael erblickte die Welt zu Antwerpen im Jahr 1730. SeinMeiser iſt unbekannt. Man weiß auch nicht ob er Rom beſucht hat. Er hielt ſich ver-ſchiedene Jahre am ſpaniſchen Hofe auf, wo er ſich durch ſeine ſchoͤnen Landſchaftenlebt machte. Im Jahr 1689. ward er Vorſteher der Malerakademie in ſeiner Va-terſtadt, wo er auch geſtorben. Viele von den Landſchaften dieſes Kuͤnſtlers kom-men der Manier des Johann Breugel ſo nahe, daß man nicht weiß, welchem Meiſter

zan den Vorzug geben ſoll. Es herrſcht darinne eine gute Uebereinſtimmung, undſa wohlgewähltes Kolorit; ſie ſind mit artig gezeichneten Figuren und Thieren aus-baffirt. Die in den Hintergruͤnden angebrachten Ruinen von Waſſerleitungen, diedeheingbrunnen, und alten Monumente geben Anlaß zu ſchlieſſen, daß er die Stu-jen dazu in Rom gemacht habe.

222. Peter Leltz.

0 Peter Lely wurde 1618. zu Soeſt in Weſtphalen gebohren, und hieß eigentlich

on der Faeß. Sein Vater diente als Kapitain unter den hollaͤndiſchen Voͤlkern,wohnte aber im Haag in einem Hauſe die Lilie genannt, und hieß daher der Kapitainvon der Lilie oder Lely. Dieſen Nahmen behielt der Sohn. Er ließ einen ſtarkenGang zur Malerey ſpuͤren, deswegen ſchickte ihn der Vater zu Peter Grebber, demPan in kleinen Landſchaften mit artigen Figuren faſt gleich that. Weil er aber das0 ortraͤtmalen fuͤr eintraͤglicher hielt, beſtimmte er ſich blos dazu. Im Jahr 1643.dh eikete er den Prinzen von Oranien, bey Gelegenheit ſeiner Vermaͤlung, nach Lon-

on, und malte bey dieſer Feyerlichkeit das ganze koͤnigliche Haus, und viele Vorneh-e ab. Konig Carl 1. ernannte ihn zu ſeinem Hofmaler.

beg, Nach deſſen Tode ſchilderte Lely den Cromwell ab, und als Carl II. den Throngälieg, wurde er zum Ritter mit einer Beſoldung von 2000. Thaler erhoben. Derauig beſuchte den Kuͤnſtler oft, und fand ein Vergnügen in ſeinem Umgange. Lelyeſo wohl wegen ſeiner Kunſt, und als des rechtſchaffenen Charakters, dieſer Gna-ſte ofen ard: er lebte praͤchtig, und 1 1 1 ee 50„offene Tafel. In der Ordnung, wie ſich die Perſonen, malt zu ſeynaurlangten, e 15 ſie ohte Beobachtung des Standes oder Geſchlechtsgeſdeſchrieben und gemalt: wenn jemand dieſe Ordnung verſaumte, ſo mußte er ſichfallen laſſen, alsdenn wieder der letzte auf der Liſte zu werden. Lely ſammlete einenMelchen Vorrath von Zeichnungen und Gemälden, um darnach die verſchiednen90 anieren zu ſtudiren, die er in Italien und den Niederlanden zu ſehen, keine Gele-nhent gehabt hatte.

t 2 Lely