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Siebender Band.
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33² Rap. 20. Von Johann Lys,wuſte

Lely beſaß eine gute Manier, malte gefällige wohl kolorirte Kopfe und dere edle abwechſelnde Stellungen und mit Geſchmack gefaltete Gewaͤndezu geben.

Als Kneller anfieng im Jahr 1676. in London viel Aufſehens zu machen 75ſorgte Lely, die Liebe zum Neuen moͤgte ſeinen Gegner zu ſehr empor bringen, unddaruͤber vergeſſen werden. Dieſe Furcht machte ihm vielen Kummer, allein er uͤber-lebte ſolchen nicht lange. Als ſein Arzt ihn einmal des Morgens beſuchte, und g,ohngefehr an den Puls fuͤhlte, ſagte er voll Schrecken: Lely muͤſſe ſchleunige ul temittel gebrauchen, weil ihm ein gefaͤhrlicher Zufall drohete. Allein der Kuͤnſtler glaubt,es nicht, lachte darüber, und erwiederte, daß er jetzt eine Dame zum abmalen enwarte, die er nicht fortſchicken könne. Nicht lange darauf erſchien die Dame, aller,als ſie ins Zimmer trat, waren dem Lely die Pinſel aus der Hand gefallen,lag ohne Leben da, weil ihn der Schlag geruͤhrt hatte. Dieſer Zufall wiederfu1680. in ſeinem 62. Jahre.

223. ar de Witte.23. Ca ſp it Sal

Caſpar de Witte erblickte die Welt ums Jahr 1621. zu Antwerpen. aLehrmeiſter iſt nicht bekannt, er hat ſich aber eine geraume Zeit in Italien aufgeherten. Mit gleichem Beyfall arbeitete er in Frankreich, kam darauf nach ſeileVaterſtadt zuruͤck, und beſchloß daſelbſt ſein Leben. Wenn es geſchehen, iſt nigebekannt. Man halt ihn fur einen Bruder des angenehmen Landſchafters, Peter.Witte, giebt aber doch des Caſpars kleinen Landſchaften, wegen des feinen und, 15men Pinſels, und des beſſern Kolorits, den Vorzug. In ſeinen Hintergruͤndebrachte er gemeiniglich Ruinen nnd verfallene Gebaͤude an.

224. Franz Ver wilt. f

Franz Verwilt ſtammte aus Rotterdam, und uͤbertraf ſeinen Lehrmeiſter S

nelius de Boco, im Landſchaftmalen. Er ſtaffirte ſeine Landſchaften mit artigen 15

guren in Poelemburgs Geſchmack aus. Man muß ſchon genau Acht geben/ 10 i

man viele von Verwilts Gemaͤlden von Poelemburgs ſeinen unterſcheiden wie fen0

Arbeiten dieſes Kuͤnſtlers werden daher in Holland ſehr geliebt. Seine Landſchn 49

undr ihm

ſind angenehm geordnet, meiſtens helle gehalten, und mit alten Gebaͤuden vonGeſchmack ausgeziert.225. Joh. Baptiſta von Deinum. 1

5 Johann Baptiſta von Deinum, ein gebohrner Antwerper, machte ſich in 5Miniaturmalerey/ welche er in groſſen und kleinen Stuͤcken ausuͤbte, bekannt.. ſe-waͤhlte ihn im Jahr 165 1. zum Kapitain einer Buͤrgercompagnie, andre Umſtaͤndenes Lebens ſind nicht bekannt.

226. Johann von Keſſel.

Johann von Keſſel, war im Jahr 1626. zu Antwerpen gebohren,ſich auf Vorſtellung der Voͤgel, Inſekten, Blumen und Pflanzen, die er in chen,Breugels Manier malte. Seine Arbeit wurde oft für Breugels Hand angeſt eund zu einem ſehr theuren Preiſe verkauft. Vieles davon kam an den Koͤnig 1Spanien, an die Stadthalter der Niederlande, und andre Standesperſonen. Haro-ahmte der Natur aufs genaueſte nach, und wuſte die geringſten Kleinigkeiten mie 0ſter Genauigkeit auszudrucken. Seine Blumen waren mit einem ſo feinen Piuſaſemzart und weich kolorirt, wie Johann David de Heem zu arbeiten pflegte. In e zuerkannte man seine Gedult, und den unberdroßnen Fleiß. Er machte Studie en

und legteJohann