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u. der dortigen Malerſchule die Kunſt zu ſtudiren. Er heyrathete des Malers 5 ſcch
340 Kap. 21. Von Carl von Mander,
heraus. Sie brachten ihn in ihr Haus, legten ihn ins Bette, und verpflegten 0 5Den folgenden Morgen gieng Mieris weg, und bedankte ſich fuͤr ihre guͤtige Beget,nung, ohne ſich zu erkennen zu geben. Zwey Jahre darauf erſchien Mieris, und ſchenkete ihnen ein Gemälde zur Dankbarkeit, mit der Bitte es entweder zu behalten ennzu einem ge wiſſen Liebhaber zu tragen. Der Seifenſieder brachte es hin, dieſet 49 6
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te des Mieris Pinſel gleich, hatte eine groſſe Freude, und zahlte ohne weiter a
ſtaͤnde 800. Gulden dafuͤr. Einem andern Liebhaber malte er ein in Ohnmach ſin-
kendes Mädgen, nebſt dem Arzte, und einer ihr helfenden Frau, und erhielte e 15
3 daran arbeitete, fuͤr die Stunde einen Dukaten, welches zulezt 1500. deetrug.
Franz Mieris bildete an Carl de Moor, und Peter Leermann ein paar guteSchüler, erreichte aber kein hohes Alter, ſondern ſtarb 1681. im ſechs und vierzigſten Jahre. Seine beyden Soͤhne traten in ſeine Fußſtapfen. Johann war 1660.geboren, verließ die kleine Manier, und legte ſich auf groſſe Figuren. Er gieng nacItalien, und muſte daſelbſt, 1690. in dem beſten Alter, und da er die groͤßte ofnung von ſich gab, an Steinſchmerzen ſterben. Wilhelm Mieris, der andre Sohnerblickte die Welt 1662. und machte ſich einen guten Nahmen. Seine Manier kommmit der von dem Vater uͤberein. Anfangs verfertigte er Kramladen, ſo genan fBinnen- huysjes, und dergleichen: in der Folge lieferte er auch kleine Verwandlungen.Er hinterließ nach ſeinem 1747. erfolgten Abſterben, einen 1689. zu Leyden gebohrnenSohn, der zum Unterſchiede des Großvaters, Franz Mieris der jungere heißt. 5ſer malte mit vielem Beyfall Converſationsſtuͤcke, ſchrieb viele Bucher, und ſtarb 173.
238. Adrian Hannemann.
Adrian Hannemann wurde im Jahr 1610. im Haag gebohren, und lernte nacheinigen bey van Dyck, nach andern bey Ravenſteyn. Man ſagt er habe ſich M.fangs zu London aufgehalten, und in dem Fall konnte er des van Dyck Schuͤler 11.hingegen behauptet Descamps, daß es glaublicher ſey, ihn fuͤr Ravenſteins chilizu halten, weil er nie aus ſeiner Vaterſtadt gekommen. Dem ſey wie ihm wolle,Hannemann malte Bildniſſe in einer vortreflichen und dem van Dyck ſehr aͤhnlichen 1nier. Er muſte viel fuͤr die Fuͤrſten von Oranien arbeiten, dieß brachte ihn 4Ruf, und viele Vornehme im Haag folgten dieſem Beyſpiele. Hannemann hal 1auch hiſtoriſche und vornemlich allegoriſche Gegenſtaͤnde mit gluͤcklichem Erfolg ausge.fuͤhrt, dahin gehoͤrt ein Gemaͤlde vom Frieden, im Saal der Generalſtaaten„nGott Mars, und verſchiedne andre, darinn man eine gute Zuſammenſetzung, un 1kraͤftiges Kolorit beobachtet. Er wurde im Jahr 1665. Vorſteher der Maler
ſchaft im Haag, man weiß aber nicht, wann er geſtorben.
239. Matthaͤus Gondelach.
Matthaͤus Gondelach war aus Heſſen gebuͤrtig, und gieng nach Prag, um itWitwe, und kam in kayſerliche Dienſte. Nach des Kayſers Tode wandte ernach Augſpurg, und malte daſelbſt viele Gemälde aus der Geſchichte des Kah,Carl V. Man bemerkt in ſeinen Erfindungen viel Genie, und der Ausführung 114 2 fen Feuer. Er ſtarb im Jahr 1653. Sein Bildniß iſt auf der Platte ke.
240. Johann Kornmann.Johann Kornmann ein beruͤhmter Goldſchmied aus Augſpurg/
vortreſuch in Wachs, und mußte bey ſeinem Aufenthalte in Rom den Pa VIII.