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Siebender Band.
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und fuͤnf andern Kuͤnſtlern. 347

wollen, die Lehrjahre von ſeinen Schuͤlern bezahlen ließ. Seine Zeichnungendurden ſehr geſucht, deswegen machte er oft einerley Gegenſtaͤnde, nur mit wenigeneranderungenz mit ſeinen beruͤhmten Kupferſtichen verfuhr er eben ſo. Eine Plat-wurde oft zwey oder dreymal veraͤndert, und die Liebhaber, die auf alles was vonfembrands Hand kam, gleichſam erpicht waren, bezalten ſie immer wie neu. Ausſeſem allen erhellet, daß Rembrand viel Geld verdient haben muß; da er nun uͤberleſes ſehr ſparſam lebte, und manche Mahlzeit mit einem Heringe, oder Stuͤcke Kaͤſeerkichtete, ſo iſt die Meinung derjenigen ſehr wahrſcheinlich, welche behaupten, daßer als ein reicher Mann geſtorben ſey. Wir koͤnnen daher dem Dargens ville nicht bey-ichten, welcher mit andern glaubt, er habe ſeiner unordentlichen Wirthſchaft hal-nige in Schweden gegangen; daſelbſt aber nicht lange geblieben ſondern wieder nachinſterdam gekommen. Man zieht vielmehr die ganze Reiſe in Zweifel, und haltdub mehrerer Wahrſcheinlichkeit dafür, daß er nie aus Amſterdam gekommen, ſon-ern daſelbſt 1674. im acht und ſechzigſten Jahre geſtorben ſeyn. Er hinterließ einenwohn Titus, der ſein Vermoͤgen erbte, und ſich gleichfalls auf die Kunſt legte, vonin man aber weiter nichts weiß.

Es iſt bekannt, wie begierig die Liebhaber alles was Rembrand radirt hat, wegender beſondern Manier, der vortreflichen Haltung, und dem meiſterhaften Ausdruck,en er ſeinen Blättern zu geben wußte, ſammlen, und in welchem Werthe ſie von je-zer gehalten worden. Ein einziges Blat war ſchon bey ſeinen Lebzeiten unter demahmen des hundert Gulden Blatts berühmt, der Bürgermeiſter Sir wird eben ſogech und noch theurer bezalt. Viele ſeiner raren Blaͤtter ſind deswegen theils ausHewinnſucht, theils auch ihrer Seltenheit wegen kopirt. Ein vollſtaͤndiges Ver-feichniß derſelben iſt unter dem Titel: Catalogue raiſonnè de toutes les Pieces, quiment h oeuvre de Rembrand par Gerſaint& augmentè par Helle& Clomy imJahr 1761. zu Paris herausgekommen. Viele andre beruͤhmte Kupferſtecher alsVliet, Bol, Marcenay, Houſton, und andre haben vortrefliche Stuͤcke nach ihmkrausgegeben.

rare, So wunderbar als Rembrands Werke ausſehen, ſo ſeltſam war auch ſein Cha-gelte Er vermied allen Umgang der Vornehmen, und gieng, unter dem Schein ei-er mehrern Freiheit, mit lauter ſchlechten Leuten um. Dieſes hatte einen groſſen Ein-bu auf ſeine Arbeit. Sein Freund der Buͤrgermeiſter Six ſuchte ihn vergebens da-n abzuziehen, allein ſein eigenſinniger muͤrriſcher Charakter ließ dieſes nicht zu.fenen ſahe ihn beſtändig in emer abgeſchmackten zerriſſenen alten Kleidung herumlau-leu, Bey ſeinem groſſen Ruhme konnte es nicht fehlen, daß nicht viele junge Kuͤnſt-65 ſich bemuͤhten ſeines Unterrichts zu genieſſen. Die vornehmſten darunter ſinddovert Flink, Gerhard Douw, Gerbrand van den Eckhout, Philipp Koning, Fer-ſetend Bol, Leonhard Bramer, Nicolaus Maar, und andre mehr. Man findetmen Kopf auf der Platte K. K.

260. Carl Screta.

Carl Screta war aus Prag gebuͤrtig, lernte in der Jugend die Maleren mitftoſſer 85 und gieng 5 5 Unruhen des 30. jaͤhrigen Krieges nach Ita-zen. Anfangs ſtudirte er einige Jahre zu Venedig, kopirte die beſten Sachen undberfertigte verſchiedne hiſtoriſche Bilder, die Beyfall erhielten. Sein Kolorit warſtar und angenehm, und der Ausdruck den Gegenſtanden angemeſſen. e eunden einen Meiſter von fruchtbarem Genie. Von ch ale 5 b

Florenz im Jahr 1634. nach Rom. 3 er ſich aller Orten 151

PlatteK. K.