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PlatteM. M

PlatteH. H.

348 Kap. 22. Von Rembrand von Reyn,

würdigſten Sachen bekannt gemacht, und ſolche beſtens genuzt hatte, kehrte er wieder nachſeiner Varerſtadt zuruck, wo er alles durch den Krieg zerruͤttet und die Kunſt ganz ein-geſchlaͤfert fand. Er ſuchte ſie durch ſeinen Eifer wieder empor zu bringen, und wardarinn nicht ganz ungluͤcklich.

Man trug den Screta viele Altarblaͤtter fuͤr die Kirchen in Prag aumit Beyfall ausführte. Sie ſind in den Kirchen zu St. Nicolaus, dane glane, Shemas, und Stephan anzutreffen. Er verfertigte auch eine Menge Bildniſſe, die daVerdienſt der Aehnlichkeit hatten. Die Kupferſtecher beſchaͤftigten ihn ſehr, indeer viele Zeichnungen zu Theſen, Emblemen und dergleichen, verfertigen muſte. Sere-ta ſtarb im 60. Jahre ſeines Alters zu Prag. Sein Bildniß zeigt die Platke K.

261. Johann Heinrich Schoͤnfeld.Johann Heinrich Schoͤnfeld wurde im Jahr 1609. zu Biberach geboren. 90

die er

Pater bekleidete die Buͤrgermeiſterſtelle daſelbſt, und ſtammte aus einem alten ſchit-

chen Hauſe. Der Sohn auſſerte eine beſondre Neigung zur Kunſt, deswegente ihn der Vater zu einem unbekannten Meiſter Johann Sichelbein nach Memmingel,unter deſſen Aufſicht er in einigen Jahren ein guter Meiſter ward. Er beſuchte da fauf verſchiedne Städte Teutſchlands als Stuktgard, Baſel und andre⸗ theils u,die Merkwürdigkeiten zu beſehen, theils um die Malerey auszuüben. Oer Aufenhalt verſchiedner Jahre, die er in Italien mit fleiſſigen Zeichnen nach den Antikeund guten Meiſtern zubrachte, ſezte ihn in der Zeichnung feſt, und verbeſſerke ſeinManier auſſerordentlich. Er arbeitete eine geraume Zeit fuͤr den Fuͤrſten Urſini/nen groſſen Beſchüzer der Künſte. Viele ſeiner Kopien waren ſo gluͤcklich und ſonig aͤngſtlich ausgeführt, daß man ſte faſt fuͤr die Originale anſahe. Sein Pinſeletwas ſehr gefaͤlliges. Er malte alle Gegenſtaͤnde die man verlangte in groſſen Bi

als geiſtiche und weltliche Geſchichte, Fabeln, Allegorien, Hirten⸗Scenen, noch. 5aber in halber Lebensgröͤſſe, und etwas darunter. Man findet auch Landſchaften mRuinen, Thieren, Seeausſichten, und Architektur-Stuͤcke von ihm.

Man darf ſich alſo nicht wundern, daß ſeine Arbeit nach der Zurückkunft 0lenthalden in Teukſchland geſucht wurde. In den Reſidenzen zu Munchen und Saburg befinden ſich viele Stuͤcke von ſeiner Hand. Nach Inſpruk und Lyon 5Frankreich hat er Altarblätter geliefert; vor allen aber die Stadt Augſpurg mit ſeinerArbeit bereichert. In der Kreuzkirche ſieht man eine Abnehmung vom Kreuze/ 0vortreflicher Anordnung. Im Dom, und in der Barfüſſer Kirche fehlt es auch iian guten Altarſtücken von Schönfeld. Dieſer Kuͤnſtler erreichte ein hohes Alle5 noch bey der erſten Ausgabe unſers Werks. Die Platte M. M. zeigt ſeit

IB.

262. Suſanna Meyern.aug-

Suſanna Meyern, war des im vorigen Kapitel Nummer 242. erwehntendee Malers Johann Fiſchers Tochter, 5 an einen. Meyer bel,Net. Sie zeichnete ſehr gut, und beſaß inſonderheit eine auſſer ordentliche tſchicllchkeit die künſtlchſten Sachen als Figuren, Bäume, Thiere, und dergleichee 5der Scheere in Pergament ſo ſchön auszuſchneiden, daß es ihr vielleicht niemand gdieſem Stuͤcke gleich gethan hat. Sie malte auch mit vieler Kunſt in Waſſerfarbenund ſezte dieſe Beſchäfttaung als Wittwe bis an ihr Ende fort, welches 1674.74: Jahre erfolgte. Ihr Bildniß zeigt die Platte H. H.

263. U.