Band 
Erster Theil.
Seite
275
JPEG-Download
 

275

Frankreich ist steiler als gegen Spanien, wo es sich, inmehreren Nebenzweigen gegen die Ebenen des Ampurdanverflacht. In dem ganzen Abschnitte finden sich eineMenge großer steil abfallender Berge; die dazwischenliegenden Thäler sind meist bewohnt und bebaut, abereine große Zahl kleiner Gewässer, welche alle in ganzschroffen Abgründen meist von bloßen Felsen fließen, ma-chen die Communicationen außerordentlich schwierig.

In dem ganzen Abschnitte existirt nur eine zu Trans-porten jeder Art geeignete Verbindungsstraße zwischenFrankreich und Spanien: die von Figueras nach Per-pignan. Wo sie den Gebirgsrücken an der Grenze er-reicht, liegt das Fort Bellegarde *), von dem das Desi-E.s.Perxig».läe, welches die Straße hier bildet, völlig beherrschtwird. Östlich führen zwar mehrere Wege über den Colde Bagnols nach Callioure, Port Vcndre und Eine, siesind aber nicht für Fuhrwerk brauchbar. Alle westlichjener Straße existirenden Verbindungswege, namentlichder von Juncquera nach Ccret, so wie die von Campro-don und Rivas in das Thal des Tech und der Tet füh-renden, sind nur bei günstiger Jahreszeit mit Gebirgs-karren zu passiren. Der Weg von Puycerda über Livianach Mont Louis dagegen ist mehr befahren und kannauch für Artillerie brauchbar gemacht werden.

In der Mitte des April, wo der Schnee noch die

*) Es wurde durch den Traktat von Sevilla im Jahre 172Svon Spanien an Frankreich abgetreten.

18 *