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Kennen und Vertrauen zwischen Befehlshaber und Un-tergebenen erzeugt, welches von niä)t zu berechnenderWichtigkeit ist. Dazu die obere Leitung ganz unbe-schrankt in der Hand eines Einzigen, und dieser aner-kannt der erste Feldherr seiner Zeit.'
Die preussischen Truppen hatten seit zwölf, diesächsischen seit zehn Jahren keinen Theil am Kriegegenommen. Ihre taktische Ausbildung an sich, konntefür musterhaft gelten, und gegen jeden Feind ausreichenwelcher ausschließlich dieselbe Fechtart befolgte; denTirailleurschwarmen der Franzosen hatte man aber we-nig entgegen zu stellen, und wahrend diese vermöge derStellung in Bataillonscolonnen gar viele Terrainhindcr-niße ohne Schwierigkeit überwanden, sahe man sichbeim Gebrauche der langen dünnen Linien beinahe ganzauf die freie Ebene beschrankt. Vermöge der aus frü-herer Zeit überkommenen Einrichtungen war es, mitAusnahme fürstlicher Personen, sehr selten, daß zu denhöheren Stellen im Heere andere als bejahrte und demGreisenalter nahe stehende Männer gelangten^ derenüberwiegende Mehrzahl zudem während des Friedenskeine ihrem Range entsprechende Dienstbeschäftignngund Uebung hatte*).
') Folgende Zusammenstellung des Lebensalters der oberen An-führer bei den Armeen, die sich damals gegenüber standen,dürfte nicht ohne Interesse seyn. Augcreau 49, Vernadotte 42, Macdonald und Oudiuoi 4l, BessicrcS, Nev,Soult 37, Davüttst 30, LauncS und Murat 3ä Jahre. —