Band 
Siebenter Theil.
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hältniße siegte über die klare Erkenntniß des Bessern,um so leichter, da der Befehl Dornburg zu besetzen,und die eben eingehende Meldung, daß es vom Feindegenommen sey, eine Art von Mittelweg darbot; derFürst beschloß den größeren Theil der herbeigezogenenTruppen selbst nach jenem, beinahe anderthalb Meilenentfernten Punkte zu führen.

Man fand bei Dornburg keinen Feind, und be-schäftigte sich nunmehr mit der Anordnung einer Posien-chaine, welche über Camburg gegen die Jlm laufensollte; bald fesselte die Aufmerksamkeit ein von denVorposten ohne Trompeter aufgegriffener französischerOffizier, der feiner Angabe nach mit Depeschen ausdem kaiserlichen nach dem Hauptquartiere des Königsabgefertigt*), sich verirrt hatte, und unter den obwal-tenden Umständen wohl Verdacht erregen konnte. Dar-über brach die Dunkelheit ein, und erst spät am Abendkehrte der Fürst nach Kapellendorf zurück, wo ihm vom

') Diese Depeschen (abgedruckt in »1, I)um->s '1. XVI.

286—288. 294, und dem: Bericht eines Augenzeugen.Bd. ii. S- 119—121) wurden noch während der Nachtdurch einen Courier in das Hauptquartier Sr. Majestätbefördert; Capitain Montesquion erhielt aber aus leicht zubegreifenden Gründen erst am nächsten Morgen Erlaubnißsich unter Aufsicht eben dahin zu begeben, und ward durchdie Ereigniße der nächsten Tage nach Halle verschlagen.Die in dieser Beziehung dem Fürsten gemachten Vorwürfebedürfen daher keiner Widerlegung, um so mehr da sicher-lich nichts in der Welt Napoleon vom Angriffe am Utenabgehalten haben würde.