Band 
Siebenter Theil.
Seite
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Division des Neyschen Corps, so wie die ersten Regi-menter der Reuterei-Reserve sich formirten, — sollteder Schlacht die nicht mehr zu hoffende günstige Wen-dung geben. Aber ein verheerendes Geschützfeuer empfingdie entschlossen heranschreitenden Bataillone, ihr linkerFlügel wurde gänzlich umfasst, und nach einem höchstmörderischen Gefecht von kurzer Dauer, trat die Noth-wendigkeit ein, vor so überlegnen Streitkraften zu weichen.General Rüche! gleich anfänglich schwer verwundet,verließ das Schlachtfeld nicht eher, als bis er dasCorps jenseit Kapellendorf wieder geordnet, und dessenRückzug gesichert sah, der in Gemeinschaft mit einigenTrümmern der Abtheilungen von Grawert und Tauentzien,unter der Leitung des Letzteren, nach Ossmanstädt er-folgte. Die sächsische Reuterei' kam mit der französi-schen unweit Kötschau zum Handgemenge, warf dieselbe,wurde aber durch Bedrohung ihrer rechten Flanke, unddie Niederlage des Fußvolks zum Rückzüge nach Hohl-städt genöthigt, wo wir sie später wieder finden werden*).

*) Das Corps von Rüche! war Morgens zwischen acht undneun bei Umpferstädt, also Meile von Vierzchnhciligenversammelt, und ist sicher erst nach ein Uhr aufgebrochen,da der General unweit Umpferstädt die Mittheilung desFürsien erhielt, daß die Schlacht verloren sey, darauf sehrrasch marschieren ließ, und das eine halbe Meile entfernteKapellendorf, doch erst nach zwei Uhr erreichte. So schla-gende Thatsachen der festen Ueberzeugung gegenüber, daßdieser ritterliche Mann eines unedlen Motivs durchaus un-fähig war, würden fein Benehmen zu einem unlösbarenRäthsel machen, wenn nicht der Gedanke an übermäßiges

4 M. n. wKap.