vernichten auch den letzten Zweifel daran, daß man es ?n KaiserPaul mit einem Sprößling Saltykows zu thun hat, und daßKatharina selbst die Vaterschaft dieses Müdes nicht dem HahnreiPeter, den man in raffinirter Weise zu täuschen wußte, sondernvielmehr Saltykow zuschrieb. Schon vor Paul war sie zweimalgleichfalls in Folge des Umgangs mit Saltykow in unrichtigeWochen gekommen, wie denn ihre Beziehungen zu dem letzterendurch etwa drei Jahre fortgesetzt wurden und von KatharinasSeite sehr leidenschaftliche waren. Saltykow, der selbst der-heirathet war, scheint sich späterhin nicht allzu viel au» seinerGeliebten gemacht zu haben, wenigstens beklagt sich Katharinahäufig genug über seine Kälte.
Lassen wir über diese Angelegenheit, die für die Geschichteeiner der mächtigsten europäischen Dynastie von nicht geringerWichtigkeit ist, die betheiligte „Dame" selbst zu Worte kommen.Katharina erzählt in den Memoiren, wie Saltykow das mitihrer Beaufsichtigung betraute Ehepaar Tschoglokow zu täuschenwußte, so daß er sich ungestört der Großfürstin nähern konnte.Saltykow arrangirte Concerte in Tschoglokows Hause, und „beieinem dieser Concerte", berichtet Katharina, „ließ mich SergiuSSaltykow vernehmen, was die Ursache seiner Aufmerksamkeitenwar. Ich antwortete ihm zuerst nicht; als er von Neuem überdenselben Gegenstand zu sprechen anfing, fragte ich ihn, waser sich davon verspreche. Er entwarf ein ebenso glänzendesals leidenschaftliches Bild des höchsten G.ückes.... Er warschön wie der Tag, und niemand kam ihm an dem großenHofe, geschweige denn an unserem kleinen Hofe gleich. . . .Ich widerstand ihm während des Frühlings und eines Theilsdes Sommers 1752. ... Von meinem Gemahl war bei allendiesen Vorgängen nie die Rede. ... An einem Galatage sagtedie Kaiserin zu Madame Tschoglokow: Die Art meines Reitens(als Mann) sei schuld, daß ich keine Kinder bekomme. . . .Madame Tschoglokow erwiderte: „Daß ich keine Kinder bekomme,sei eine ganz andere Frage. Mnder könnten nicht ohne Ursachekommen, und obgleich Ihre Kaiserlichen Hoheiten seit dem