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Jahre 1745 verheiratet seien, so existire eine solche Ursachedoch bis jetzt nicht." ... Ich glaubte damals (im Winter1752/53) zu bemerken, daß Sergius Saltykow anfing, sichweniger um mich zu bekümmern, daß er zerstreut, mitunter albern,anmaßend und ausgelassen werde. Dies quälte mich- ich redeteihn darauf au. Er gab mir schlechte Gründe und behauptete,ich verstehe die außerordentliche Gewandtheit seines Benehmensnicht zu würdigen. . . Ich verließ Petersburg (December 1752)mit verschiedenen Anzeichen, daß ich guter Hoffnung sei. Wirreisten sehr schnell, Tag und Nacht. . . Nach der Ankunft inMoskau konnte mir, bei der Wendung der Dinge, kein Zweifelmehr darüber bleiben, daß eine unzeitige Geburt stattgefundenhabe. .. Endlich kam auch Sergius Saltykow in Moskau an. . .Wir verabredeten, ich solle, um die Zahl seiner Feinde zumindern, dem Grafen Bestuschew*) etwas sagen lassen, wasdiesem die Hoffnung geben könnte, daß ich ihm weniger fernstehe als bisher.. . Wir beschlossen sofort, daß Sergius Saltykowselbst zu dem Kanzler gehen sollte. . . . Der Alte empfing ihnvortrefflich, unterhielt sich mit ihm vertraulich über die innerenAngelegenheiten unseres Hofes. . sprach mit ihm von mir undmeiner Lage, als hätte er in meinem Zimmer gewohnt undfügte dann hinzu: „In Anerkennung des Wohlwollens, welchesdie Großfürstin mir entgegenbringt, werde ich ihr einen kleinenDienst erweisen, der, wie ich glaube, ihr willkommen sein wird.Ich werde ihr Madame Wladislawa (eine Kammerfrau, welchezwischen dem Liebespaar die Kupplerin spielte und entferntworden war) zurückgeben, und sie soll mit ihr machen, was ihrgefällt." Kurz, Sergius Saltykow kehrte sehr befriedigt vonseiner Sendung und von seinem Manne zurück. Ihm selbsthatte Bestuschew ebenso verständige als nützliche Rathschläge ge-geben. Alles dies beförderte unser Einverständniß, ohne daßirgend ein anderer davon wußte. . Um diese Zeit nahm MadameTschoglokow, welche fortwährend ihr Lieblingsprojekt, Zier die
*) Dem Kanzler Elisabeths, der bis dahin Katharina feindlichgegenüberstand.