Tolson*) erzählt von einem charakteristischen Vorfall, wie einstmalsdem Sohne Pauls, Nikolaus I., jene Thatsache in recht unzwei»deutiger Weise vorgehalten wurde. Unter den sogenannten„Dekabristen", jenen Verschwörern, welche im Jahre 1825 dieThronbesteigung des Zaren Nikolaus verhindern und womöglicheine russische Republik begründen wollten, befand sich auch einOberst Murawjew. Er war verhaftet worden, und um ihmdie Namen seiner Mitschuldigen zu entlocken, gewährte der Zarihm eine Unterredung „unter vier Augen", der allerdingsheimlich der Kriegsminister Tschernitschew und die GeneraleBenkendorf und Adlerberg, hinter einem Vorhang verborgen,beiwohnten. Um von Murawjew ein Gestündniß zu erlangen,verhieß Nikolaus ihm volle Begnadigung, indem er hinzufügte:„Ich, Dein Souverain, sichere sie Dir feierlichst zu." „Was,"brach da Murawjew los, „Du mein Souverain? Du Sohneines Bastards!" Der Zar gerieth über diese Aeußerungdermaßen außer Fassung, daß er dem an Händen und Beinenmit schweren Ketten belasteten Murawjew verschiedene Fuß»tritte versetzte, worauf dieser ihm zurief: „Feigling! WederDu, noch Deine Race — ihr seid sammt und sonders keineRomanows!" Diesen Worten folgten von Seiten des Zarenso fürchterliche Mißhandlungen des Gefangenen, daß „Benkendorf,um der scheußlichen Scene ein Ende zu machen, aus seinemVersteck hervorkam und Murawjew abführte."
Was Katharinas Gemahl, den überaus beschränkten undbeständig betrunkenen und nur von seinen Soldatcnspielereienin Anspruch genommenen Trottel Peter anlangt, so scheint manihm anfangs über die Affaire Saltykow nicht ohne Erfolg Sandin die Augen gestreut zu haben. Später jedoch, als das Be»nehmen seiner Ehegenossin sich immer skandalöser gestaltete, istihm auch hinsichtlich „seines" Erstgeborenen ein Licht aufgegangen.Der österreichische Gesandte Mercy-Argenteau berichtet, daß Peter
In seiner Schrift: l>« I» koloxoo «t äs» «»durst» ä»tlorä, III, I7S.