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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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55
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wenn nur die vielgeschmähte „Jnternationalität" seinen r äube-rischen Interessen von Vortheil war.

Eins der widerwärtigsten Bilder der Sittengeschichte allerZeiten, ein ruchloses, von Anfang bis zu Ende aller Moralhohnsprechendes Menschenleben haben wir vor unseren Blickensich entrollen sehen. Wie ein Pestheerd erscheint uns der Hofder „großen" Katharina inmitten der russischen Geschichte, An-steckung und Entartung nach allen Theilen, bis in die tiefstenSchichten des Volkes hinein, verbreitend.

Wäre es nicht seltsam, wenn eine Gesellschaft, die ein solchesBeispiel gemeinster Wollust, verbrecherischer Skrupellostgkeit,maßloser Eitelkeit und brutaler Volksausbeutung beständig vorAugen hatte, sich auch nur ein Restchen besseren Gefühles be-wahrt hätte? Wo irgend etwas wie „Anstand" und „Sitten-reinheit" zum Vorschein kommt, werden sogleich Hohn, Verfüh.rung und noch ärgere Mittel zur Anwendung gebracht, um nurja jene angenehme „Gleichheit der Korruption" hervorzubringen,deren ein anrüchiges Subjekt vom Schlage Katharinas alsnatürliches Lebenselement bedurfte.

Die Zarin möchte zum Beispiel rein um des „Sports"willen gern wissen, ob ihr Sohn Paul zeugungsfähig sei —und ohne Umstände wird dem fünfzehnjährigen Knaben ein ga-lantes Weibsbild untergeschoben, mit dem er auch richtig einenSohn zur Welt bringt. — Die erste Braut Pauls, NataliaAlexejewna, verliebt sich auf der Reise nach Petersburg, bevorsie noch ihren Bräutigam kennt, in einen jungen Offizier —und Katharina, die davon erfährt, hat gegen die Fortsetzungdieser Liebschaft ihrer Schwiegertochter auch nach der Verhei-rathung nicht das Geringste einzuwenden. — Die zweite GattinPauls, Maria Feodorowna, hat den Muth den an sie heran-tretenden Verführungskünsten widerstehen zu wollen und ihremEhcgenossen eine treue Hausfrau zu sein — und die ehren»werthe Schwiegermutter hat nichts Eiligeres zu thun, als mitallen Mitteln der Intrigue, diesem Entschlüsse entgegenzuarbeiten.Und da sie ihren Zweck bei der Mutter nicht erreichen kann, socorrumpirt sie wenigstens die Enkel und chikanirt deren Elterndurch Beschränkung ihres Einkommens, während sie gleichzeitigan ihre Zuhälter Millionen verschwendet.

,Etu wahres Bordell" nennt Masson bezeichnend de» Hos