— 1 , —
ruhenden Bemerkung zu trösten. Nie trat er den Gen'Kienernstlich entgegen." *)
Diese Urahne Augusts des Starken, deren heftige Sinn-lichkeit wir in dem spätgeborenen Nachkommen mit unvermin-derter Kraft wiedererwachen sehen, gebar ihrem Gatten eineAnzahl von Kindern, darunter die beiden nachmaligen Kur-fürsten Moritz (1541—53) und August I. (1553—86).Beide hatten nicht die geringste Aehulichkeit mit ihrem VaterHeinrich — Moritz war von hagerer, elastischer, kaum mittel-großer Gestalt und feiner Gesichtsbildung, August hingegen,der Stammvater unseres gleichnamigen Helden,gehörte zu den hohen Gestalten mit starkem Knochengerüst undeiner wahrhaft herkulischen Körperkraft, die ihn befähigte, stunden-lang in einer zwei Centner schweren Rüstung zu Fuß und zuRoß sich in Kampfspielcn aller Art zu tummeln.
Der allezeit geschäftige Hofklatsch verschonte die erlauchteMutter der beiden Prinzen nicht. „In der Residenz eigneteNan die fragliche Vaterschaft zwei anderen, nichts wenigerals fürstlichen Männern zu, und noch nach Augusts Tode er-hielt sich in Dresden gerade in aristokratischen Kreisen mitäußerster Beharrlichkeit das Gerücht: nicht Heinrich, sondernein Freibergischer, zum Lutherthum übergetretener Mönch seider Urheber seiner Tage gewesen. Einige verdächtigten denSchloßprediger Georg Schumann, andere einen MönchNamens Johannes vom niederen Kloster der berufenenVaterschaft." **)
*) S. EL-ling, S. L.
S. Ebeling, S- lS.