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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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34
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Zavbermitteln jene unselige Leidenschaft z» der letzteren ein-geflößt habe. Man erzählte sich, daß bei der Leiche derNeitzschütz ein in Blut getauchtes, unter dem linken Arm be-festigtes Leinenläppchen gefunden worden sei, in welches einmit seltsamen Schriftzeichen versehenes Papier eingenäht ge-wesen wäre. Als man dieses von der Leiche genommen, seider untröstliche Kurfürst sogleich ruhiger geworden, doch hätteer das Pockengift bereits cingesogen gehabt und wäre somitals Opfer jenes Zaubers gestorben.

Der Prozeß wider die alte Neitzschütz spiegelt die ganzepechschwarze Geistesfinsterniß wieder, in welcher zu jener Zeit,trotz aller vorgeblichen Aufklärungsarbeit der Reformatoren,selbst die sogenannten „gebildeten" Kreise in den lutherischerLändern noch befangen waren.

Die alte Gaunerin ward als Hexe verurtheilt, erst ge-schleift, darnach gehangen zu werden und unbegraben liegenzu bleiben. Indessen starb sie, bevor noch das Urtheil anihr vollstreckt werden konnte.*) Dagegen erging es ihrerHelfershelfern — ein paar alten Weibern, einem Scharf-richter und einem Apotheker, — die mit der Neitzschütz aller-hand Hokuspokus getrieben hatten, um so schlimmer: sie wurdenbis zum dritten Grade gefoltert und alsdann zu längerenFreiheitsstrafen verurtheilt. Die der Rcichsgräfin von Rochlitzvon Johann Georg IV. geschenkten Güter wurden wieder ein-gezogen und ihr Leichnam aus der Hofgrnft, wo er nach dem

*) Nach einer anderen LeSart begnadigte sie Friedrich Augustnach einjähriger Hast, woraus sie in ländlicher Abgeschiedenheit beiihrer, Mindern noch etliche Jahre lebte.