ernannt worden war, der Königin Eberhardine vorgestelltwurde und die letztere sie fragte, wie lange sie schon in Sachsensei, antwortete die Courtisane höhnisch: „Ich bin so lange hierwie der König und werde mit ihm wieder nach Polen zurück-gehen." Die Königin mußte vor der MaiC«sse das Feldräumen und sich, eine Unpäßlichkeit vorschützend, in ihre Ge-mächer zurückziehen.
DieKönigin vonPreußen, welche damals am sächsischenHofe zum Besuch weilte, machte sich einmal den Spaß, dieehemaligen Maitressen des Königs — die Königsmark, dieEstcrle und die Kcssel-Haugwitz — sammt dem König selbstzum Balle zu laden. Als die Paare eben mitten im schönstenTanze waren und der unbeständige August eben in der Prin-zessin Henriette von Dessau einen neuen Gegenstand seinerAnbetung gefunden hatte, trat plötzlich eine als Fledermausgekleidete Maske in den Saal, schlich an den nichts ahnendenKönig heran und sagte zu der Prinzessin Henriette, welche derKönig ebm mit seinen Liebenswürdigkeiten bestürmte:
^ „Prinzessin, was Ihnen da der König sagt, sagte er mirdiesen Morgen auch noch!"
„Ach, die Tcschen!" rief der ertappte Wilddieb bestürzt.Die Dessanerin aber meinte: „Fürchten Sie nichts, Maske,und lassen Sie den König reden! Nicht alle Prinzessinnen sindeben — wie Sie!"
Die Maitrcsse machte ihrem Liebhaber vor der ganzenmerkwürdigen Gesellschaft eine Scene, und der eingeschüchtertePantoffelheld wollte mit der energischen Polin bereits abziehen,als die Königin von Preußen sich ins Büttel legte und ihnzum allgemeinen Gaudium der Anwesenden zurückhielt.
Unser Gewährsmann Pöllnitz berichtet dann, wie dembraven August von seiner Polin der Kopf gewaschen wurde,wie sie sich wieder vertrugen und noch ein paar Jährchen zueinander hielten, bis der Stern der Neichsfürstin verblichenwar und eine neue Sonne,, an dem Licbeshiminel des wetter-wendischen Königs aufging. Die Fürstin Teschen gewöhnte sich