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köpf daS versprechen abzulocken, daß er sie nach dem Tode derKönigin als rechtmäßige Königin anerkennen und die mit ihrgezeugten Kinder als legitime Prinzen behandeln würde. Ergab ihr sogar einen eigenhändig geschriebenen Konkrakt, der ihrdiese Zustcherungen bestätigte. Sie erhielt Paläste, Lustschlösser,Landgüter, ferner auf Staatskosten eine Menge Silberwerk,silberne Tische und Spiegel, kostbare Spitzen, Gobelins, Teppiche,Vasen, Gemälde u. s. w. An baarem Gelde hat sie dem Königungeheure Summen gekostet — eine jährliche Pension von100,000 Thalern hatte er ihr gleich im Anfang ihrer Be-ziehungen versprechen müssen. Und alles das mitten in einerZeit, da das Sachsenland von feindlichen Contributionen bedrückt,von Nöthen und Krankheiten heimgesucht war und Hundertearmer Familien nach Böhmen hinüberwanderten, um in derHeimath nicht Hungers zu sterben!
Daß die Gräfin dergestalt auf ihre Tasche bedacht war,hätte man ihr an einem Hofe, an welchem alles stahl, nicht sosehr übel genommen. Daß sie aber es wagte, den König überdie Lage des Landes und die Schuftigkeit seiner Staatsdiener*)aufzuklären — das sollte sie ins Verderben stürzen. So sehrsie auch den König bewachte und auf allen seinen Reisen anseiner Seite erschien, so gelang es ihrem Feinde doch zuletzt,ihr das Herz des Königs abwendig zu machen. Der Schlußihres Romans führt uns noch einmal nach Polen zurück, von demwir oben den König mit betrübtem Herzen Abschied nehmen sahen.
Mieder i»t Vsien. Am 8. Juli 1709 war die Schlachtbei Pultawa geschlagen und damit die gefürchtete MachtKarls XU. gebrochen worden. Seine Gegner athmeten wiederauf, und auch König August machte Anstalten, seine altenTräume von Königsglanz und Herrscherruhm von neuem auf-zunehmen. Die Partei des Königs Stanislaus hatte in Karl,der nach der Türkei geflohen war und weder vor- nock'oNick--
< *) Der Kabinctsminister Graf Flemming hinlerli-ä. als er 1728starb. 16 Millionen Thaler, von denen seine Wi:::ve 8 Millionen alsvrechtnMiq erworben zurückzahlte.