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Katharina II. von Russland : August der Starke - Kurfürst von Sachsen, König von Polen ; Papst Alexander VI. ; Karl Leopold - Herzog zu Mecklenburg-Schwerin ; Ludwig XIV. - König von Frankreich
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unter sächsischen Schrverthieben, und eine Fluth von lanbgterigensächsischen Colonisten ergoß sich über die mecklenburgischen Gaue,die, nach der Aeußerung des zeitgenössischen Annalisten Helmoldgeräumig, fruchtbar an Getreide, geeignet zu reichem Wiesen-wuchs und mit Fisch, Fleisch und allem Guten im Ueberflußversehen waren."

Die Germanen in Mecklenburg. Eine neueEpoche beginnt mit der germanischen Einwanderung für diemecklenburgischen Lande. Die unbarmherzig verfolgten Slavenerkannten", wie der Annalist Helmold sich ausdrückt,daß derLöwe mächtig ist unter den Thieren und kehret nicht um vorjemand. (Sprüchw. Salomos 30, 30)" Längst waren siedahintergekommen, um was es sich bei dem Christianisirungs-prozeß im Grunde genommen handelte: daß bei demselben nichtsowohl diealten Götter" und derneue Gott" in Fragekommen, als vielmehr die harte, krasse Wirklichkeit der wirth-schaftlichen Existenz.

Wenn es dem Herzog und dir beliebt", sagte der WmdePribislaw zu dem Bischof Gerold von Altenburg,daßwir dieselbe Art der Gottesverehrung wie der Herzog annehmen,so gebe man uns Sachsenrecht in Bezug auf unsere

Niklots, Pribislaw, einen Theil des Landes als sächsisches Lehenzurückzugeben. Die Niklotiden blieben seither ununterbrochen dieHerren von Mecklenburg. Eine kurze Zeit, zu Ansang des 13. Jahr-hunderts, stand Mecklenburg unter dänischer Botmäßigkeit, und inder Folgezeit kam es auch zu den Markgrafen von Brandenburg inAbhängigkeit. 1347 jedoch wurde es von Karl IV. zum unmittel-baren erblichen Reichslehn und im Jahre darauf zum Herzogthumerhoben.