vachtc, der Staar denke und sei so gut ein Mensch wie Mo-disch und liebe ihn für alles! daher konnt' er sich nicht sattan ihm hören und lieben. Er konnte sich eben an nichts sattumarmen. Blos lebendige Geschöpfe waren sein Spielzeug.Der Pachter hatte dazu noch ein schwarzes Lamm gesellt,das er mit einem rothen Band und mit Brodrinden um denWall herumlockte. Das Lamm mußte wie ein Dorfkomö-diant alle Rollen machen, bald mußt' es der Genius, baldder Pudel sein, bald Gustav, bald Nobisch. So spielte alsounser Freund seine ersten Erdenrollcn Solo und war zugleichRegisseur, Einbläser und Theaterdichter. Solche Kvmöoicen,die sich Kinder machen, sind tausendmal nützlicher als die,die sie spielen, und wären sie aus Weiße's Schreibctisch:in unsern Tagen, wo ohnehin der ganze Mensch Figurant,seine Tugend Gastrolle und seine Empstndung lyrisches Ge-dicht wirr, ist diese Verrenkung der armen Kinderseclen vol-lends gefährlich. Indeß ist es zuweilen auch nicht wahr:denn ich machte den vollständigen Filou blos ein-, zwei- oderdreimal in meinem Leben, aber wirklich noch, eh' ich zumersten Mal gebeichtet hatte.
Die Verordnung, die ihn nicht vom Schloßberg hin-unterließ, unterschied sich von den Verordnungen unserertranszendenten Eltern, der Obrigkeit, dadurch rühmlich, daßsie erstlich der Partei bekannt gemacht, und zweitens daß siewenigstens 14 Tage lang gehalten wurde. Gustav hätte fürlein Leben gern sich und das Lamm voilt Walle hinab anden Fuß des Berges getrieben. — Da nun der Rittmeister-aus Quistorps peinlichen Beiträgen wußte, daß man an dieStelle der Verstrickung oder Konsumtion (Einsperrungaus den Wall) die Distrikt- oder Gebieträumung setzenkann: so diktierte er die letzte Strafe statt der ersten unssagte: „kann man denn nicht das Lamm des Pachters Rc-