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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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Der zarte Amandus bewohnte den ganzen Abend dasSiechbett und Gustav kroch an seine Seite, um mit ihmzu spielen. Wie heitern uns im steinigten Arabien der has-senven Welt Kinder wieder auf, die einander lieben undderen gute kleine Augen und kleine Lippen und kleine Händsnoch keine Masken sind!

Am andern Tage nahm beide Kinder ein Zufall wiederaus einander. Der Rittmeister führte sie durch alle Gassender Stadt wie durch eine Bildergalleric und hielt endlich mitden zwei Hcrzensmilchbrüdern vor seines Freundes, deöI)r. Fenks Hause still, und sah sehnend das Gemälde dessel-ben an — es bildete eine Doktors-Kutsche vor mit einemArzt innen, mit dem Tode vorn, der in die Gabel einge-spannt war, und mit dem Teufel oben, der auf dem Bocksaß. — „Der gute Narr, dacht' er, könnt' auch einmalaus seinem Italien abziehen und seinen Freunden eine Freudemachen!" Denn er wußte von seiner Ankunft nichts. „Man-dus! Mandus! lauf' rauf!" schrie Plötzlich ein zappelndesMädchen oben und kam selber gesprungen und zerrte undguckte am Kleinen. Der gutmüthige Rittmeister wandertegern aus dem großen Parterre den Kindern nach ins ver-traute Haus und seine Verwunderung über alle Zeichen derRückkehr Fenks endigte nichts als der hereinbrechende Doktorselbst. Dieser prallte vom halben Wege zu seiner Umarmungauf den kleinen Blinden zurück und riß unter Thränen unsKüssen die Bandage auf — besah die Augen lange am Fen-ster — und sagte nach einem tiefen Athemzug: „Gott Lobund Dank! er wird nicht blind!" Erst jetzt schlug der Dok-tor seine Arme mit doppelter Wärme um den Freund: „ver-zcih'S, es ist mein Kind!" Gleichwol nahm er Amanduswieder aus Licht und beschämte ihn noch länger und sagtemit hinausgezogenen Augenbraunen: „Blos die 8«leroties

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