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oao Herz: Gustav war's. Der erste Blick nach der Begleitungwar auf die Nachbarschaft des Kindes, um den Eigner des-selben zu finden — der erste Schritt, den die Pathe that,war zur andern Pathe, zum Rittmeister, dessen Freundschaftnur mir bekannt genug ist. Das männliche Geschlecht istglücklicher und neidloser als das weibliche, weil jenes imStande ist, zweierlei Schönheiten mit ganzer Seele zu fas-sen, männliche und weibliche; hingegen die Weiber liebenmeistens nur die eines fremden Geschlechts. Ich hab' abervielleicht zu viel Enthusiasmus für die erhabne männlicheSchönheit, so wie für poetische Schwärmerei, ungeachtet ichwenigstens letzte selber nicht habe. Aus Gustav wirkte diedoppelte Zauberei auf mich, ich vergaß alle Zauberinnendes Konzerts über den Zauberer; aber ich ward am Endetraurig, daß ich dem Schönen mehr Blicke als Worte abzu-schmeicheln vermochte. Auf das Konzert gab ich, gleich an-dern Zuhörern, ohnehin nur so lange Acht als ich selberein Mitarbeiter war oder als eine meiner Schülerinnen spielte;denn die Scheerauer Konzerte sind blos in Musik gesetzteStadtgespräche und prosaische Melodramen, worin die Ses-selreden der Zuhörer wie gedruckter Tert unter der Kompo-sizion hinspringcn. Uebrigens unterzeichnen wir auf unsereKonzerte mehr unserer Kinder als unserer selbst wegen; diemusikalische Schuljugend bekömmt darin einen Tanz- undTummelplatz ihrer Finger und von meinen artistischen Katc-chumencn kantschuet wöchentlich wenigstens einer den Flügel.Ich frstche die Eltern dazu an und sage, in einem solchenKonzertsaal lernen die Kleinen Takt, weil da nicht nur ge-nug, sondern auch überflüssig Takt ist, indem jeder dasigeMusikofstziant seinen eignen originellen pfeift, hackt, streicht,stampft, den erstlich kein anderer neben ihm Pfeift, hackt,streicht, stampft und den er zweitens selber von Minute zu>. il