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Lanresvarer betrauern? — Oder wärmn verstattet die Kam-mer den Landeskindern noch das Weinen, da doch das dieThränendrüsen des Staats erschöpft und da die Thränen nochsteuerfrei sind?" —

„Sie greifen zu weit," sagte der Rittmeister; „geradeso wie bisher muß die zeitige Regierung bleiben, wenn siesich von allen vorigen durch die Sorgfalt auszeichnen soll,womit sie über unsern Flor, über alle unsere Pfennige undPulsschläge wacht."

„Die Negermarketender (sagte der Doktor, aber unpas-send genug) wachen noch mehr; denn einen Sklavenhandels-mann kümmert die Unpäßlichkeit eines solchen Stück — Men-schen oder Sklaven mehr als seiner Frau ihre. Sogar Be-wegung und Tanz soll sein menschlicher Viehstand haben under prügelt ihn dazu."

„Ackerbau, (fuhr er fort) Handel, Fabriken, Volks-reichthum und Volkswohlleben sogar, kuiH die Körper derUnterthanen kann der schlimmste Despot erheben und nähren— aber für ihre Seelen kann er nichts thun, ohne alleswider seine zu thun."

Ich bin oft auf den Gedanken gefallen, ob nicht dieTrauerordnungen oder Abordnungen haben wollen, daß derPfiffige und traurige Staatsbürger die Erlaubniß der Land-trauer benütze uud seine Haustrauer mit ihr zusammen-werfe? Könnt' er nicht seinen Einzelkummer über dieSterblichkeit seiner Tanten, seiner Vettern, aufheben bisein allgemeiner einfiele, und so, wenn das Land den Kon-volenzflor um Arm und Degen gewickelt hätte, alles inPansch und Bogen Wegtrauern und sich hinter dem näm-lichen Flor über eine Landesmutter und eine Stiefmutterbetrüben? Höfen wär's leicht. Ja könnten diese nichtin ver Landtrauer ihre Sippschaft gar voraus betrauern?