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Minute, wo ich vor der Sonne, die wie er, von dannenging und vor der ganzen großen Natur, die mit unsichtba-ren Händen den blinden Menschen in weite, reine, unbe-kannte Regionen hebt, meinem geliebten Schüler das Bildseines Guido*), das ich ihm bisher entzog, ans Herz drückte;in solchen Minuten sind Worte nicht nöthig, aber jedes, dasman spricht, hat eine allmächtige Hand: „Hier, Gustav,(sagt' ich) hier vor dem Himmel und der Erde, und vorallem Unsichtbaren um den Menschen, hier übergeb' ich Diraus meinen bewahrenden Händen fünf große Dinge inDeine, — ich übergebe Dir Dein unschuldiges Herz — ichübergebe Dir Deine Ehre -— den Gedanken an das Unend-liche — Dein Schicksal — und Deine Gestalt, die auch umGuido's Seele liegt. Die großen Stunden stehen nicht ausder Erde, die Dich fragen werden, ob Du diese fünf großen,Dinge erhalten oder verloren hast — aber sie werden einmal

Deine künftige Seele mit Deiner jetzigen vergleichen--

ach! laß mich an mich nicht denken, wenn Du alles verlo-ren hast! ...

Ich ging und umarmte ihn nicht; die besten Gefühlehaften stärker, wenn man ihnen nicht erlaubt, sich auszu-drücken. Er blieb und seine Gefühle wendeten sich an Gui-do's Bild; aber das konnte ihn nicht an seine eigne Gestalterinnern — denn eine Mannsperson kann 20 Jahre alt wer-den, ohne ihre Zähne, und 25 Jahre, ohne ihre Augen-Wim-pern zu kennen, indeß ein Mädchen dahinter kommt vor derFirmelung — sondern das Bild regte alles, was in ihm vondem Andenken und der Liebe gegen seinen Genius, den er-sten Erzieher schlummerte, wieder auf; ja er fand am Bilde

U Das Bild des Verlornen Kleinen, das er an seinem Hgllevon der Entführerin mitbrachte. n»d das ihm so ähnlich mb-