30
Knochensplitterungen und Gliederabnehmungen und überhauptdas Schlachtfeld jenes Standes ausdauere — zweitens da-mit jene Damen (im Vertrauen auf die Unsterblichkeit undlange Lebenslinie ihrer Tugend) ihren Freuden, deren php'fische Gränzen ohnehin so enge sind, wenigstens keine mora-lischen zu setzen brauchen.
Ich komme wieder zu den tugendhaften Ohnmachtenoder erotischem Sterben der Ministerin zurück; ich will michaber nicht dabei aufhalten, daß ich etwa sagte, wie die altePhilosophie die Kunst sterben zu lernen sei, so sei es auchdie französische Hof-Philosophie, nur aber angenehmer —oder daß ich witziger Weise sagte: hui sguao) seit» morst«ogi ushntt — oder daß ich Senekas Ausspruch über Kaloaus die Ministerin zöge: mujori auimo repotitur mors huamimtur: sondern ich erzähle blos, warum sie überall in Ober-scheerau die vökaillauts heißet — blos darum, weil ein ge-wisser Herr auf die Frage, wie sie einen wichtigen Prozeßtrotz dem versäumten Präklufionstermin doch gewonnen hätte,doppelsinnig erwiederte: rm ckökuillaut. . . .
Ich komme zurück. . . . Aber ich wäre ein glücklicherMann, wenn die Zeit sich niedersetzte und mich heran ließe;so aber setz' ich ihr, in einer Entfernung von mehren Mona-ten, nach; die Avantüren-Fracht wird täglich schwerer; ichmuß Papier zu einer doppelten Geschichte — zu der jetzt ge'schriebenen und zu der jetzt vorfallenden — haben, ich ängstig«mich ab und am Ende werd' ich mit Mühe gelesen! — 3stmir aber zu helfen?-
Amandus lag damals auf dem härtesten Bette von derWelt — die Dornen- und Stein-Matratzen der alten Mönchefühlen sich dagegen wie Eiderdunen an — auf dem Kran-kenbette; sein ödes Auge ruhte oft auf der Stubenthüre, obsie kein Gustav öffne, ob nicht der Tod in der Gestalt einer