Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
Seite
64
JPEG-Download
 

6-4

Wchmuth im Auge und himmlischer Heiterkeit im Angesicht:„unser Freund hat unter der Mondfinsternis! ausgekämpft unsist dort"

- - Ach sein Leben in seinem wurmstichigen Körper warja eine wahre totale Mondfinsternis; sein Austritt aus demLeben war der AuStritt aus dem Erdschatten und sein Ver-weilen im Schatten nur kurz.

Gustav war durch kein Zureden im Trauerhause zu er-halten. Wenn dem Herzen der Körper zu enge ist: so wirdeS ihm auch die Stube. Er ging nach Marienhof. Unterdem blauen Gewölbe, an dem kristallisierte Sonneulropstnbangen, und unter dem kampseuden Monde, der wie er vo»seiner Beschattung roth glühte, begegneten ihm Gedanken,die über die menschlichen Farben erhaben sind so wie übe»die Erde. Wer in solchen Stunden nicht die Kahlheit dieß-'Lebens und das Bedürfniß eines zweiten so lebendig fühü-daß das Bedürfniß feste Hoffnung wird: mit diesem streit'keiner über das Höchste unsers tiefen Lebens.

Unter dem Getümmel des Sterbetages, der ihn sonsteine ganz dunkle Einsamkeit fortgetrieben hatte, ging er dost'nach Marienhof; der Verstorbene hatte ihn gebeten, eSmachen, daß er sein Winterlager für seine Gebeine aus deinCremitcnberg beiäme, den er so oft bestiegen hatte und beste"Erscheinungen uns bekannt sind. Gustav hofft' eS leicht vonder Nesidentin auszuwirken, da sie ohnehin selten und nur ge-wisse Partiten des stillen Landes betrat. Ocfel sagte aber -am Morgen, wo er ihn bei seiner Bitte zu Rath zog, 'gerade umgekehrt, wenn ihr um den Park und dessen baulich-Würden zu thun wäre: so müßte sie da etwas recht gern be-graben lassen, weil eS den besten englischen Gärten an Toewnund wahren Mausoleen so sehr fehlte, daß sie blos nachg^machte Berier-Mansolecn hätten. Oefel erbot sich einige W»