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er schwellet ihre Empfindungen wie die Meere an und hebtauch in ihren Augen eine Flut. — -Hr. von Oefel warfden Blick des Beobachters auf Gustav und sagte: „die Re-stdentin hat aus Ihnen gemacht, was ich aus dem Fffäuleinvon Röper." Hier rechnete er meinem Helden die ganzePathognomik der Liebe vor, das Trauern, Schweigen, Zer-streuetsein, das er an Beaten wahrgenommen und worauser folgerte, ihr Herz sei nicht mehr leer — er sitze drin,merk' er. Mit Oefeln mochte eine umgehen wie sie wollte,so schloß er doch, sie lieb' ihn sterblich. — Gab sie sichscherzend, erlaubend, zutraulich mit ihm ab, so sagte erohnehin: „es ist nichts gewisser, aber sie sollte mehr an sichhalten;" — bediente sie sich des andern Extrems, würdigtesie ihn keines Blicks, keines Befehls, höchstens ihres Spot-tes und versagte sie ihm sogar Kleinigkeiten: so schwor er:„unter 100 Mann woll' er den herausziehen, den eine liebe:es sei der, den sie allein nicht ansehe." — Schlug eine dieMittelstraße der Gleichgültigkeit ein: so bemerkt' er: „dieWeiber wüßten sich so gut zu verstellen, daß sie nur verSatan oder die Liebe errathen könnte." Es war ihm un-möglich, so viele Weiber, die in die Rotunda seines Her-zens wollten, darin unterzubringen; daher steckt' er den Ue-berschuß so zu sagen in den Herzbeutel, worin das.Herzauch hängt, wie in einen Verschlag hinein — mit andernWorten, er verlegte den Schauplatz der Liebe vom Herzenaufs Papier und erfand eine dem Brief- und Papier-Adelähnliche Brief- und Papier-Liebe. Ich habe vielesolcbcchiromantische Temperamentblätter von ihm in Händen ge-habt, wo er, wie Schmetterlinge, blos auf — poetischenBlumen Liebe treibt — ganze Rotuln von solchen Madriga-len und anakreontischen Gedichten an Damen, welche, dieMadrigale, nicht die Damen, sowol die Süßigkeit als