138
zuletzt doch aus eine recht dumme Weise loS und dars diePerson hier nicht einmal nennen.
Da eine Winterlandschaft mit einem künstlichen Reift,der in der Wärme des Zimmers zerfloß und einen belaubte»Frühling aufdeckte, unter den Schau-Gerichten, den opti-schen Prunk-Gerichten der Großen, mit stand: so hatteGustav einen hübschen Einfall darüber, den man mir nichtmehr sagen konnte. Gleichwol ob er gleich unter dem schön-sten Deckenstücke und auf deni niedlichsten Stuhle aß: so nahmer doch, als ein bloßer Hof-Anfänger, an allem Antheil,waS er sagte und an jedem, mit dem er sprach; Dir warnoch, Du Seliger, keine Wahrheit und kein Mensch gleich-gültig. Aber er steht Dir noch bevor, jener herbe Ueber-gang von Haß und Liebe zur Gleichgültigkeit, welchen alleauszustehen haben, die niit vielen Menschen oder mit vielenSätzen, für die sie kalt bleiben müssen, sich abgeben!
Die Residentin zog seine scheuen Talente heute mehr alssonst ans Licht und beschönigte den Antheil, den sie an ihn'nahm, leicht mit seinen Theater-Verdiensten um sie.— End-lich fing das dritte Schauspiel an, worin mehre als in denbeiden andern glänzen konnten; denn es wurde nur mit denFüßen gespielt — der Ball kam. Tanzen ist der weiblich'"Welt das/ was das Spielen der großen ist — eine sihö"'Vakanzzeit der Zungen, die oft unbeholfen, oft gefährl'^werden. Für einen Kopf wie der Gustavische, der soBestürmungen seiner Sinne heute zum erstenmale erfahr'"'war ein Tanzsaal ein neues Jerusalem. — In der ThatTanzsaal ist etwas; sehet in den hinein, wo Gustav spri"^'Jedes Saiten- und Blasinstrument wird zum Hebebauw-der die Herzen aus dem kargen mißtrauischen Alltag!' '"aufhebt: — die Tänze mengen die Menschen wie Karten wund auseinander und die tönende Atmosphäre um si'