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Gustav sprach darüber: endlich erwachte sie schnell aus ihremSchauen und Schweigen mit den schlastrunknen Worten,„meine Geburtsfeste machen mich allemal betrübt." Siezeichnete ihm zum Beweise fast alle dunklern Partieen ihrerLebensgeschichte vor; das Trauer-Gemälde nahm seine Far-ben von ihrem Auge und ihrer Lippe, und seine Seele vonihrem Ton und sie endigte damit: „hier leidet jeder allein."Er ergriff in mitfühlender Begeisterung ihre Hand und wi-derlegte sie vielleicht durch einen leisen Druck.
Sie ließ ihm die Hand mit der unachtsamsten Miene;schien aber bald eine Laute neben ihnen, die sie ergriff, zumVerwand zu nehmen, um die schöne Hand zurück zu führen.„Ich war nie unglücklich, fuhr sie bewegt fort, so langemein Bruder noch lebte."' Sie nahm nun das Bild dessel-ben, das sie auf ihrem schwesterlichen Busen trug, nach ei-ner leichten, aber nothwendigen Enthüllung hervor und theilteeS karg seinen Augen mit, und freigebig den ihrigen. ObGustav bei der Enthüllung so verschiedner Geheimnisse blosauf das gemalte Brustbild hingesehen — das beurtheiltmein Konrektor und sein Fuchspelzrock am vernünftigsten,welcher glaubt, es gebe keine schönere Ründe als der Pe-rioden ihre, und keine neuern Eva's Aepfel als die imAlten Bunde. Mein Pelz-Konrektor hat gut vordozieren;aber Gustav, der der trauernden Nesidentin gegenübersitzt,welche sonst blos die Form, nie die Farbe jener umlaub-tcn vcrbotnen Frucht errathen ließ, hat schwer lernen.
Die wenigsten wären, wie ich und der Konrektor >>"Stande gewesen, ihr das Bild eigenhändig wieder einzu-händigen.
„Dieses Kabinet, sagte sie, lieb' ich, wenn ich traurigbin. Hier überraschte mich mein Alban (Name des Bru-ders), da er aus London kam — hier schrieb er seine Briefe