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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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— hier wollt' er sterben, aber der Arzt ließ ihn nicht ausseinem Zimmer." Sie ließ unbewußt einen in die Luft ver-sinkenden Akkord aus ihrer Laute schlüpfen. Sie blickte Gu-stav träumerisch an, ihr Auge umzog sich mit immer feuch-terem Schimmer. „Ihre Schwester ist noch glücklich!" sagtesie mit einem Trauerton, der allmächtig ist, wenn man ihndas erstemal von schönen und sonst lachenden Lippen hört.„Ach ich wollte, (sagte er mit sympathetischem Kummer)ich hätte eine Schwester." — Sie sah ihn mit einer kleinenforschenden Verwunderung an und sagte: „auf dem Theatermachten Sie heute gerade die umgekehrte Rolle gegen dienämliche Person." Dort nämlich gäb' er sich fälschlich füreinen Bruder der Beata, hier fälschlich für keinen aus, odervielmehr, hier kündige er ihr seine Liebe auf. Sein fragen-des Erstaunen hing an ihrem Munde und schwebte ängstlichzwischen seiner Zunge und seinem Ohre. Sie fuhr gleich-gültig fort: „Freilich sagt man, daß leibliche Brüder undSchwestern sich selten lieben; aber ich bin die erste Aus-nahme; Sie werden die zweite sein." Sein Erstaunen wurdeErstarren. . . . '

Es würde dem Publikum auch so gehen, wenn ich nicht, einen Absatz machte und es belehrte, daß die Residentin garwol die Lüge geglaubt haben kann, (im Grunde muß,) diesie ihm sagte. — Leute ihres Standes, denen das kurios»der Lustbarkeiten-Konzerts immer in die Ohren reißet, hö-ren unebenbürtige Neuigkeiten nur mit tauben oder garhalben — sie kann mithin noch leichter als der Leser (undwer steht mir für den?) den Verlornen Sohn der Röperinund des Falkenbergs mit dem gegenwärtigen der Rittmeiste-rin und des Falkenbergs vermenget haben. — Ihr bisheri-ges Betragen ist so wenig wider meine Vermuthung, als daS