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gengesetzte Denkweise herausholt. Mithin kann in Europaetwas nicht untergehen, welches nicht Sitte — die so leichtverfault — sondern Idee ist, die sich auf jedem Lumpen-papiere festheftet. Die neue Erde, durch die Bücher wenigerabhängig von einem Gesetzgeber als sonst die alte, und mit-hin nur von den großen Sprungfedern aller Genien bewegt,welche von Natur schon für Freiheit glühen und arbeiten *),thut eben darum unsterblichen Widerstand.
Rechnet ihr ferner, außer der Vergrößerung der Erdedurch Zeiten, nicht auch die Vergrößerung derselben durchRäume an, d. h. durch die Kompaß-Nadel, die eine ganzneue Welt an die alte genäht? Aber mit der Völker-Mengewächst die Schwierigkeit ihrer Umkettung.
Endlich wie die sinkende Menschen - Natur unten inihren Abgründen alles Bewußtsein voriger Höhe und Helleeinbüßt: so erscheint umgekehrt der steigenden die neue Aus-sicht als Alltagshelle, und ihr ist Nacht, was andern nurSchatten ist. Wir federn jetzt (wie Höflinge oder über-haupt die Menschen) desto mehr von der Zeit, je mehr sieuns gegeben. Könnten wir z. B. jetzt ertragen, daß einLand in kurzer Kriegszeit und durch Kriegsgewalt viermalfein wechselnder Apostat und Renegat geworden? Gleichwolwürd' es die Pfalz im ZOjährigen Kriege **). — Eben so istuns der elektrische Zurückschlag, oder das durch einen Him-mels-Blitz erzeugte Um-Polarisieren des sächsischen Heers,damit es dem vorher mitdienenden entgegenschlage, jetzt auf-fallender, als dieselbe Sache unter Friedrich II. gewesen, der
*) Man denke z. B. für Frankreich an Montesquieu. Mon-taigne, Voltaire, I. I. Diderot rc.
") Schiller: Die Pfalz mußte in 60 Jahren sich zweimal lu-therisch, zweimal kalvinisch schwöre«.