Band 
[Fünf und zwanzigster Band. - Sechs und zwanzigster Band.]
Seite
165
JPEG-Download
 

165

ja dasselbe gethan. Würde uns jetzt das vorige hessischeMenschen-Versteigern und Versenden nach Nordamerika, fürGeld und für England, das kein Bundesland war, nichtganz anders erschüttern, als nun ein bloßes, ganz unbezahl-tes Mitdienen deutscher Bundeskontingente mitten in euro-päischen Ländern? - Und doch hat schon früher Deutsch-land sich gegen jenen Völker-Schnitt-Handel mit schnei-denden Waaren (die Schwerter sollten schneiden) weit stär-ker erklärt, als die sich für so viel freier haltende Schweizgegen ihren viel schlimmern Grosso-Handel mit einem Volkegethan. Der Hüllen-Minister de Louvois sagte: mit denan die Mieth - Schweizer bezahlten Thalern woll' er dieChaussee von Paris bis Basel pflastern. Der GeneralSuppa versetzte: und mit dem vergoßnen Blute woll' ereinen schiffbaren Kanal von Paris bis Basel anlegen. Beidehatten Recht, denn die Schweizer lieferten vcm elften Ludwigan bis zum vierzehnten den Franzosen 1,1t 0798 Mannfür das Schmerzen- und Rekruten - Geld von 1146,868623Gulden *).

Der Anfang des neunzehnten Jahrhunderts kann der-gleichen nicht mehr verschmerzen, noch verschulden. Der An-fang des achtzehnten sah den Moloch und Henker der Pfalz(Louvois) und dessen Henkers-Knecht, General Melac (wes-wegen jetzt die besten Hunde, die nicht Bluthunde sind, dahäufig so heißen); man trauet zweimal seinen Augen kaum,wenn man erstlich auf dem Papiere die vollstreckte Einäsche-rung aller pfälzischen Städte und Dörfer, und zweitens inder Wirklichkeit deren Wiederherstellung antrifft. Ging in

*> Leset nach diese Berechnung in Schlözers (jetzt wieder zulesendem) Briefwechsel, Theil VI. Heft XXXII.