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Dachten deutsche Fürsten jemals deutsch: so müssen sie esjetzo noch mehr thun. Deutsche lieben so sehr ihre Fürsten;ist's denn also sür einen von diesen so schwer, Millionen lie-bende Herzen mit einem einzigen zurück zu lieben ?
*Man drohte der Erde schon oft Unioersalmonarchien.Obgleich in unsern Jahrhunderten schwerlich eine andere alsdie des Rechts und der Vernunft *) sich errichten wird, nichtaber eine über beide Erdhälften schlagfertig-hängende Wetter-wolke: so möchte nian doch, wenn es einmal einen Universal-monarch außer unserm Herrgott, oder in Rücksicht der Thiereaußer dem Menschen geben soll, der Erde, welche sich hierUniversum nennt, anwünschen, daß es ein deutscher wäre;denn die Allseitigkeit, der Weltsinn und der Kosmopolitismusder Deutschen fände auf dem höchsten Throne gerade dierechte Stelle.
Man sprach vom Grabe einer gewissen Monarchie. Istdasselbe zu finden: so mag es wol dem Grabe des h. Jo-hannes in Ephesus gleichen, welcher, darin wie in einemBette schlummernd, den Hügel mit der athmenden Brust auf-und niederbewegte**).
Werde» wir künftig durch Einkindschaft ünd Gesellschafts-rechnung mit den Franzosen nicht unsern Razional-Charaktereinbüßen und abfärben? Aber warum fürchten denn bei der-selben Vermischung die Franzosen nichts für den ihrigen? —Ein Charakter, den man so leicht verlöre, werde denn ver-loren; denn es wäre keiner. Allerdings holten bisher dieHof- und Welt-Leute ihren Leib aus Paris, und bauetenihn zusammen aus ZorAos <le I'aiU, cuU c!e karis, Imr>,e8
') Montesquieu (b^grit äes Uois l,. IX. Ob. VI. VII.) prei-set Frankreichs Glück, daß es unter Louis XIV. keine Uni-versalmonarchie geworden.
**) Xuxust. in 6ommsntLr. :«> .lobunn. XXI. 23.