Band 
[Fünf und zwanzigster Band. - Sechs und zwanzigster Band.]
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Tischgebets folgende Rede an ihn halten*): „Sieh, wie wir„dich traktieren; wir haben dich blos deswegen gefangen,„um dich wohl bewirthen zu können. Sage dieß deinen An-verwandten, damit sie auch komme», unv sich bewirthen„lassen." — Wenn neuerer Zeiten solche bekränzte und haran-guierte Köpfe häufig zu haben sind, so ist dieß kein Wunder;aber Bemerkung verdient es, wie sogar im Wilden schonder erste, wenn auch nur verwaschene Umriß eines gutenfranzösischen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten liegt.

Zur guten auslachenden Lüge gehörte das Trennender Fürsten durch 8ouvorsi»olö linker dem Titel rheinischesVerbinden, indem man die Fürsten als Selbstlaute! (undmit Recht) betrachtete, deren dichtes Zusammenstehen man inder Politik wie in der Dichtkunst nicht gern hörte. Wieaber das Zersetzen verknüpfter Fürsten, so wurde umgekehrtdas Einkochen fremdartiger Völker zu Einer französischen(locke-Brei-Brühe gut besorgt, ohne daß man sich sehr anden alten osnäbrückischen Möser kehrte, welcher in der ber-linischen Mvnatschrift sogar jeder einzelnen Stadt eine eignepolitische Verfassung anwünschte, so wie auch die Gärtnerverbieten, in Einem Blumenscherben — zwei verschiedeneGewächse zu nähren.

Zur lächelnden Lüge möchte Sprecher es noch rechnen,daß die Franzosen, wenn sie etwas nicht genommen, gewöhn-lich schrieben, sie hätten solches gegeben, daher der Noniteorin seinen Noten zu der preußischen Kriegerklärung diese Re-gel befolgt, wenn er behauptet, Preußen habe im TilsiterFrieden ja nur bekommen (nämlich ein Stück seines Reichs),aber nichts hergegeben (nämlich eben dieses Stück nicht).

Indeß Rath und Sprecher dieses zur dritten gallischenLüge überschreiten will, zur versprechenden oder brechen-

*) Wörtlich aus Stellers Reise nach Kamtschatka genommen.