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Ferne vollzog: so wollen wir uns doch aus der anderen Seitenicht absprechen, daß wir tieser unten, nämlich bei den Unter-Heerführern, d. h, von der Prima Plana bis zum Regiment-ftabe, allerdings dieselbe Achtung und Wahl für kriegerischeJugend nicht erst seit gestern zeigen, durch welche die Fran-zosen so ungemein gewonnen; denn wirft man die Bürger-lichen bei Seite, so ist's, hoff' ich, ungelaugnete Thatsache,daß wir recht oft die Blutjüngsten von Adel auf bedeutendePosten stellen, ja zuweilen Junker ohne alle Kenntnisse, so-bald sie nur die ersoderliche Jugend besitzen; denn wie sonstbei den Juristen Bosheit das Alter ergänzt, so vertritt hierumgekehrt die Jugend Schlacht-Bosheit und Kenntniß; sodaß oft unsern Krieg-Rock, Waffenmantel und Panzer ein Be-satz und Gebräme von ungebvrnen Lämmersellen ausziert.
Will man den Edelmann zum Krieg und Krieger ha-ben, so kann man ihn allerdings kaum jung genug aus demNeste ausheben, da er sich im jetzigen heißen Klima der Le-bensweise nur halb so frisch erhält, als ein gemeiner Mensch;ja eben dieses frühe Verfallen gibt einem großen Theil desAdelstandes für das Auge das schöne Ansehen eines chinesi-schen Kunstgartens voll krummer Bäume, eingefallner Häuserund ähnlicher Ruinen. Daher gleichen junge Edelleutealten Uhren, welche stets „avancieren." Aber eben darumist's ein verschiedener Fall mit dem zähen Bürgerlichen, wel-cher so viel von seiner Jugend noch ins Alter hineinnimmt;daher wie ein Scharfrichter erst durch die Menge seiner Hin-richtungen sich ehrlich und zum Doktor richtet: so muß derBürgerliche erst durch die Feldzüge voll Todtgemachter sichadelig und zum Offiziere schießen und stechen. Aber auch lie-gen die Gründe dazu nicht in der Verachtung der Jugend,sondern im Vorigen, und auch in der Menge der Edelleute,welche selten wie Bürgerliche etwas gelernt haben, wovon sie