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[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
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war unv nur vie letzten Monde noch schimmerten, ruhte erbreit mit Juwelenglut im Himmelblau.

Verschleierte Gestalten zogen jetzo über den Bogen her-über, und als sie zu dem Engel herab sahen, schlugen siedie Schleier zurück und zeigten ihre Brautkränze und Myr-tenkränze und sangen: „Habe Dank, du schöner Engel unsersLebens du hast uns geleitet und bewahrt — du hastuns das jungfräuliche Herz gestärkt und den WonnedunklenAugen die hellen Sterne der Ewigkeit gezeigt, und wir habenfromm Lurch dich geliebt auf der irrigen Erde. — So ziehenwir heim über den Regenbogen des Grabhügels in die StadtLottes allen ewigen Geliebten entgegen und danken dir, dutreuer Engel unsers Herzens!" Dieß sangen die weiblichenGestalten, welche das Rvsenfest ihres Wiederblühens feierten;ste weinten alle der Dankbarkeit und die Thränen tropftenw den Regenbogen, aber sie blieben glänzender darin hangen,kiö alle anore Farben.

Da kniete der Engel nieder, sein Angesicht ward eineAbendröthe der Freude, und er bat mit bebenden Armen:»Blicket mich länger a», ihr frommen Augen, und weinet nurErt, denn euer Freund hat euch heiß geliebt!" Ach! derGngel der Unschuld wußte nicht, welche Thränen, aber andre,

er wünschte, für ihn fließen würden.

Hinter den ziehenden Gestalten war der Regenbogen ein-öebroche,,, und nur ein kleines Mädchen verweilte, als siehinüber waren, auf dem letzten Farbenpfeiler; es sah unend-lich wehmüthig herab und nahm seinen Schleier und ließchu auf den Engel niederflattern. Er sank um und ent-ichluinmerte, als der Schleier hoch über ihn wegging nachSüden und sich an eine ferne hohe Lilie zu hängen schien;^ war aber eine weiße Schlange, welche aufrecht stand. Sie^rschlang den Schleier und ging aufgerichtet auf leisen

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