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[Ein und dreissigster Band. - Zwei und dreissigster Band.]
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Schwanzklappern wie auf Füßen daher; und je näher siekam, desto mehr wurde sie einem Menschen ähnlich und end-lich dem schlafenden Engel selber. Jetzo stand die Gestalt *der ihm und ihr Gesicht trug alle Züge desselben, aber bös-artig zerrissen und gekreuzt, breite Runzeln hatten das Pa-radies ausgestrichen, es war gleichsam ein in Gift verwesen-des Gesicht, ein Lilienblatt, von schwarzen Wurmkrümmun-gen geschwollen. Die Augapfel schillerten wie dicke Spin-nenkörper und sahen die geschloßnen Augen des Engels hun-grig an; die Gestalt hatte das Gesicht, das nie schlafen kannund ruhen.

Sie stieß an die Füße des Engels, da mußte er sichaufrecht hinstellen vor 'sie, aber mit zugeschloßnen Augen,und sie blickte scharf auf die großen weißen Augenlieder und ^sagte dann: „Du wirst ich! Träume mich und Dich!"

Jetzo träumte der fromme Engel, er verführe die Men-schen; und er sah alle die Jungfrauen, die über den Regen-bogen gegangen, wiederkommen, frech lachend, mit nacktenKöpfen ohne Kranz und Schleier, und sich selber sah er anihrer Spitze ziehen. Er sah, wie er das kleine Mädchen,das ihm den Nonnenschleier zugeworfen, in einen Bacchus-walzer Hineinriß und ihr Gluttränke eingvß, und wie ihr imToben die nassen Locken lang und wild herunter hingen. Ersah, wie er Eltern wiegte und einschläferte, mit Wort und ^Gold, darauf aber den Töchtern winkte, den Räuber-Satyrseilig zuzufliehen — und wie er kindliche Jungfrauen nach-lockte mit entgegengehaltenen Spiegeln und Goldstoffen undso lange vvranlies, bis er sie in grausame zu Skorpivnen-scheeren aufgesperrte Mannsarme hineingezogen hatte. — Under sah sich überall die weibliche» Herzen verführend und aus-waffenlose Seelen wilde unreine Heerden zutreibend.