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Die Kämpfe um Dijon im Januar 1871 und die Vogesenarmee : nach den kriegsarchivalischen Akten des Generalstabs und anderen Quellen / bearbeitet von Hans Fabricius
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Als Kopfbedeckungen sah man Federhut, Mütze, Turban, Fez undKäppi. 1 ) Ausrüstung und Bekleidung war zum Theil von denAnwerbe - Ausschüssen der Freiwilligen, zum anderen von denDepartements beschafft worden. 2 ) In der Güte der Bewaffnungwaren Garibaldis Franktireurs der Ostarmee Bourbakis und ihrendeutschen Gegnern weit überlegen; eine grosse Zahl war mit weit-tragenden Spencer- unb Winchester-Eepetirgewehren zu 6, bzw.18 Schuss bewaffnet; daneben gab es Chassepots und andereSysteme. Der Nachtheil einer grossen Anzahl verschiedener Kaliberin einer Heeresabtheilung wegen schwieriger Schiessbedarfsergänzungscheint bei der Schwäche der einzelnen Truppenkörper wenigerhervorgetreten zu sein, wenigstens verlautet über Patronenmangelfast nichts. Die Franktireurs verstanden sich auf Handhabung undAusnutzung ihrer Waffen gut. 3 )

Eine anderweitige militärische Ausbildung war so gut wienicht vorhanden. Der Dienstbetrieb war nach den Begriffen desBerufssoldaten überaus mangelhaft. Bezeichnend ist die Auffassung,welche die eigenen Offiziere der Franktireurs davon hatten. Dormoysagt: 4 ) „ Ich gestehe zu, dass unsere Linien nicht von geometrischerGeradheit waren, dass die Kriegsgewehre oft wie Jagdgewehre unterdem Arm getragen wurden, dass unsere Hörner zuweilen die Signaleunrein bliesen, dass unsere Mannschaften zu sehr unsere Kameraden,und nicht genug unsere Soldaten waren. Da sie uns gewählt hatten,so begegneten sie unseren Bemerkungen mit männlichem Freimuth.Unsere Tressen galten nur dem Feinde gegenüber etwas. An-gesichts der Helmspitzen — und da allein — konnten wir aurunsere Freiwilligen zählen. Da wurde der Euf der in Gefahrschwebenden Kameraden immer gehört. Wenn mehr als einmalpanischer Schrecken uns Feiglinge kenntlich machte, so zeigte unsandererseits selbst die ungeahnte Gefahr auch bei der Masse eineheldenhafte und unüberwindliche Treue, gleichsam als wenn dieLeute eigens für die Schlacht angeworben worden wären. Von derZeit gehetzt, haben wir zu Gunsten unserer Bewaffnung sowohlwie unserer Verpflegung sehr ehrenwerthe Vorschriften verletzt.“

Aus dieser und ähnlichen Auslassungen Anderer ist ersichtlich,dass in den Anschauungen der Franktireurs der in ihrem Namenliegende Begriff des „Freien“ und des „Freiwilligen“ gegenüber demMilitärischen weitaus überwog. Und hierin lag die Gefahr derFranktireurs für das Heer und das Land. Die Ansichten vonUnabhängigkeit und Vereinzelung führten leicht zum Ungehorsam

!) Dor. 91. — 2 ) Seg. 93. — 3 ) Dor. 91, Tb. 627, C. 69. — 4 ) Dor. 92.