GO
körper ibre Vorzüge. Nach beiden Richtungen hin vermochten sieihre Aufgaben vielfach nicht ohne Erfolg auszuführen. Ihre Lösungwurde allerdings durch das gebirgige Gelände der Cöte d’Or unddes Morvan, welches die Verbindungslinie der II deutschen Armeebeherrschte, sehr begünstigt; unbemerkt konnten sie sich diesersowohl, wie den gegnerischen Truppen nähern, ihnen Abbruch tliuuund nach vollbrachter Aufgabe ebenso leicht sich der Verfolgungentziehen. Zahlreiche Zerstörungen von Eisenbahnstrecken undKunstbauten, Ueberraschung deutscher Truppenabtheilungen, Ab-fangen und Niederschiessen einzelner Streifen und Meldereiter ausdem Versteck war das Ergebniss ihrer Thaten, welche wenn sieauf die grossen Operationen auch ohne dauernden Einfluss blieben,doch die Truppe zur Vorsicht mahnten, die Entsendung kleinerervon ihr ausgehender Abtheilungen einschränkten und eine gewisseNervosität hervorriefen. Die Organisation der garibaldinischenFranktireurs gewährte ihnen eine grosse Selbständigkeit undBewegungsfreiheit; keine Trosswagen und Parks beeinträchtigtenihr Fortkommen; sie bewegten sich mit grosser Schnelligkeit, auchVerpflegung brauchte nicht mitgeführt zu werden, da sie dalürdurch baares Geld entschädigt wurden und in den Unterkunfts-orten ihre Nahrung, an der, hei der Kleinheit der Abtheilungen,selten Mangel war, kaufen sollten; unter Umständen besassen ihreFührer die gesetzliche Ermächtigung, von den Ortsbehörden Lebens-mittel gegen Gutscheine anzufordern. Diese Unabhängigkeit ermög-lichte es, die Franktireurkorps bis in die feindlichen Linien hineinvorzutreiben, denen sie sich, durch nichts behindert, aalglatt zuentwinden vermochten, selbst wenn sie überrascht und geschlagenwurden, wie es z. B. ßicciotti Garibaldi am 8. Januar vor Montbardergangen war. An meist richtigen Nachrichten über den Feindhat es ihnen selten gefehlt und sie haben sie, wie zahlreicheDepeschen beweisen, auch pflichtgemäss ihrem Hauptquartier über-mittelt. Wenn dieses daraus absichtlich oder unabsichtlich falscheSchlüsse zog oder sie nicht berücksichtigte, so trägt die Thätigkeitder Franktireurs daran keine Schuld. Natürlich waren sie zurnachhaltigen Unterbrechung feindlicher Marschkolonnen — wie zurZeit des Flankenmarsches der Südarmee gegen Bourbaki — wederder Zahl noch ihrem Wesen und ihrer Führung nach geeignet.Sie konnten nur den Druck der Massen, der durch Garibaldisitalienische Legionen und seine Mobilgarden - Bataillone bewirktwerden musste, vorbereiten und einleiten; allein vermochtensie keinen geordneten Truppen zu widerstehen.