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vcrtheilt wurden und wohin die Mobilisirten-Bataillone in Marschzu setzen waren. Hier übernahm der Staat die Kosten für dieweitere Unterhaltung und Besoldung. Wenn auch militärischeZucht und Erziehung, wie wir Deutschen sie gewohnt sind, sichin wenigen Wochen nicht erzielen Hessen, so gewährten doch dieseUebungsläger manche Vortheile. Den niederdrückenden Einflüssender Heimath und Familien, den für die Mannszucht verderblichenEinwirkungen der politisch aufgeregten Bevölkerung der grossenStädte entrückt, wurden die Mobilisirten in den Lägern durchden Dienstbetrieb gezwungen, alle ihre Gedanken, ihre ganzeThätigkeit auf die militärische Ausbildung zu vereinigen. DenVorgesetzten war die Gelegenheit gegeben, in günstiger Weise aufdie Moral und den patriotischen Geist der Truppen einzuwirkenund in die zusammengerafften Mannschaften einigermassen Zu-sammenhalt zu bringen. Unter den obwaltenden Umständen warendie Läger trotz mancher Missstände die besten Mittel, um inkürzester Frist bei sehr mangelhaften Lehrkräften eine gewissemilitärische Brauchbarkeit zu erzielen. In ihnen sollte auch derSchlussstein zur äusseren Gestaltung der mobilisirten Truppenkörpergelegt werden: die Lager-Kommandanten wurden zu einer Um-formung insofern berechtigt, als sie auf Herstellung einer Stärkeder Bataillone zwischen 800 uud 1200 Mann zu wirken und derenVereinigung zu Legionen und zu Brigaden, uuter möglichster Be-rücksichtigung der Selbständigkeit jedes Departements zu veranlassenhatten. Vom Tage des Einrückens der Mobilisirten im Lager anging die Befugniss der Ernennung der Rahmen nach Vorschlagdes Lager-Commandanten auf das Kriegs-Ministerium über.
Aber nicht alle mobilisirten Truppentheile konnten ihre Aus-bildung in einem Lager erhalten; vielfach — namentlich in dennahe den feindlichen Heeren gelegenen Landestheilen — drängtedie Noth des Augenblicks zur Verwendung im Felde oder wenigstenszur Besetzung wichtiger Punkte. So befanden sich von PellissiersMobilisds de Saöne-et-Loire bereits am 28. November, drei Tagenach Gambettas Erlass über die Uebungsläger, 6 Bataillone vor demFeinde, am Jahresschlüsse alle 4 Legionen, ausser einem Bataillon;ähnlich stand es mit den Mobilisirten des Jura. Ob die Legionendes Ain und der Isere in Lägern ausgebildet waren, hat sich nichtfeststellen lassen; die von Haute-Savoie zeigten sich bei ihrer Ins-feldstellung so unbrauchbar, dass sie nachträglich nach dem Lagervon Sathonay zur Vervollkommnung ihrer Ausbildung und Manns-zucht zurückgeschickt werden mussten.