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Im Allgemeinen war der Werth der Mobilisirten noch geringerals der der Mobilgarden; während die Mannschaften der letzterender Mehrheit nach zu jung waren, bestanden jene aus zu altenLeuten, die aller Begeisterung entbehrten und meist nur verlangten,wieder nach Hause zu gehen. 1 ) Ihnen fehlte vor allem das Selbst-vertrauen. Das Davonlaufen beim ersten Schuss war daher an derTagesordnung. Freilich kamen auch Ausnahmen vor. Ein Mo-bilisirten-Commandant konnte beim Abschied von seinem Bataillonstolz sagen: „Wir haben bewiesen, dass nicht alle alten Jung-gesellen vor dem Feinde fliehen.“ 2 )
Oberst Coynart urtlieilt über die Mobilisirten in Dijon 3 ): Sie„ersetzten die Schäden ihrer Bekleidung und Bewaffnung durchErgebenheit und Vaterlandsliebe; indessen waren sie missmuthig,wenn sie ihren Sold von täglich 20 Sous mit dem viel höheren derLegionen der Vogesenarmee verglichen“, was höchstens für dieitalienischen Hilfstruppen Garibaldis zutreffen dürfte. Pellissiersagt vor dem parlamentarischen Ausschuss aus 4 ): „Wenn sie ein-mal im Gefecht waren, hielten sie sich gut; am schwierigsten wares, sie dahin zu bringen“, und zwar wegen Mangels an Vertrauenzu ihren Waffen. „Ich muss hinzufügen, dass einige Generale dasUnrecht begangen haben, vor ihnen diese Waffen herabzusetzen,welche im umgeänderten Gewehre No. 22 bestanden.“ Augenschein-lich zielt Pellissier hiermit auf General Franzini, Kommandeur derMobilisirten von Haute-Savoie, welche am 21. Januar, als derdeutsche Angriff nicht mehr zweifelhaft war, telegraphisch durchihn von Beaune nach Dijon berufen wurden, sich aber bis zum23., ihrer mangelhaften Bewaffnung -wegen, weigerten, die Fahrtanzutreten. Wie wenig übrigens die Regierung unter Umständenvon diesen Truppen verlangte, geht aus folgender, bei dieser Ge-legenheit erlassenen Depesche Freycinets vom 22. Januar 952 V.an General Franzini hervor 3 ): „Wenn Sie sich durchaus nicht schlagenkönnen, so schlagen Sie sich nicht, aber zeigen Sie sichwenigstens. Ein schleuniges Scheinmanöver (demonstratio» rapide)Ihrerseits kann den Feind beunruhigen.“
Der Italiener Bizzoni gewann folgenden Eindruck von denMobilisirten 6 ): „Ich erinnere mich, oft zu Dijon lange Reihenschwarz wie die Todtengräber gekleideter Leute gesehen zu haben,die man bei schrecklicher Kälte stehen liess, ich habe nie erfahren,aus welchem Grunde. Die Unglücklichen mussten die Qualen des
l ) Pi. 283. — 2 ) Ebd. 287. — 3 ) C. 70. - *) E. p. III. 511. — 5 ) Per.II- 725 No. 7372. — «) Mar. 189.